Verdi
Antrag auf Beschluss der Verdi-Senioren-Mitgliederversammlung
des Ortsvereins Düsseldorf Bezirk Düsseldorf-Rhein-Wupper 5. 2.2026
(Nur die Punkte 1. bis 4. sind Gegenstand der Beschlussfassung. Die Begründungen dienen der Erläuterungen und schließen andere Gründe nicht aus.)
Für gewerkschaftliches Friedens- und Abrüstungsengagement
1. Wir lehnen die Stationierung von Dark Eagle-Raketen in Deutschland ab.
2. Wir lehnen die Steigerung des Rüstungshaushalts auf zwei bzw. fünf Prozent des Bruttosozialproduktes ab.
3. Wir lehnen die Wehrpflicht ab.
4. Wir fordern alle Organe von Verdi auf, entsprechende öffentliche Aktionen gegen die Hochrüstung und die vorgesehene Raketenstationierung zu unterstützen. Die Versammlung des Ortsverein Verdi Düsseldorf am 24.2.26, die Verdi-Seniorenkonferenz 19.5.26 und die Bezirksdelegiertenkonferenz DRW am 26.9.26 mögen gleichlautende Beschlüsse fassen.
Begründung zu 1.
Ohne Vorwarn- und Abwehr-Möglichkeit können diese Raketen in der nuklearen Konfrontation mit Russland dessen Kommandozentralen in einem Erstschlageausschalten. Dies steigert die Gefahr eines Nuklearkrieges. Eine fehlende Vorwarnzeit steigert das Risiko eines kriegsauslösenden Fehlalarms. Auch ein präventiver russischer konventioneller Erstschlag stellt ein Risiko dar.
Begründung zu 2.
Diese hunderte Milliarden EURO gehen zu Lasten von dringenden Investitionen im Bildungs- Sozialbereich, Wohnungsbau und sozialer ökologische Umgestaltung. Schon jetzt fehlen Erzieherinnen, Lehrer*innen und Pflegekräfte.
Die Hochrüstung der Bundesregierung steigert das Kriegs-Risiko gewaltig. Durch die bereits bestehende militärische Überlegenheit der europäischen NATO-Staaten gegenüber Russland wächst die Gefahr von russischen militärischen Präventiv-Schlägen, um vorzeitig einer Kriegsfähigkeit der EU-Staaten zu begegnen. Russland kann dies zu einem nicht nuklearen Erstschlag gegen die US-Stützpunkte in Deutschland veranlassen. Seine seit Jahren zu beobachtende Schwäche bei der Eroberung der Ukraine und seine Bereitschaft diesen Krieg zu beginnen, macht dieses Szenario wahrscheinlich.
Begründung zu 3.
In der deutschen Vergangenheit ist mehrfach die junge Generation in den Krieg gehetzt worden. Immer ging es angeblich gegen den Erbfeind oder die Gefahr aus dem Osten.
Die historischen Versuche Deutschlands in den Jahren 1914 und 1941, Russlands Gebiete militärisch zu dominieren, sind gescheitert. Sie haben im ersten und zweiten Weltkrieg Millionen Menschenleben und Schicksale gekostet.
Alle von NATO-Staaten geführten Kriege in Vietnam, Libyen, Irak oder Afghanistan sind im Chaos für die betroffenen Länder und in unvergleichlichem Leid für die Menschen geendet.
Begründung zu 4.
Gewerkschaftliche Arbeit für die Interessen der arbeitenden Menschen braucht Frieden als Grundvoraussetzung.
Wir waren noch nie seit den Achtzigerjahren so nah an einem dritten Weltkrieg. Erste Gewerkschaftliche Pflicht ist daher der Einsatz für friedliche Lösungen der Konflikte um Rohstoffe, Märkte und Einflusszonen. Die gegenseitige Sicherheit und die Unabhängigkeit aller Staaten sind dabei unverzichtbar. Die UNO ist für die Sicherung zuständig.
Dabei sind Neutralitätslösungen wie z.B. Österreich nach dem zweiten Weltkrieg mitzubedenken.
IG Metall
Einstimmig beschlossen auf der Vertrauensleute Vollversammlung Ford Köln am 24. Januar von über 200 Vertrauensleuten:>
> Nein zur Kriegswirtschaft – Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege!>
> Der IG Metall Vertrauenskörper der Ford-Werke in Köln schaut mit großer Sorge auf die weltweite Aufrüstung und zunehmenden Kriege. In Deutschland werden bereits erste Werke zur Umstellung auf Rüstungsproduktion gesucht. Wer uns damit Arbeitsplätze verspricht, versucht auf üble Weise die Existenzängste der Belegschaften in der Autoindustrie ausnutzen. Aufrüstung sichert nicht den Frieden, sondern bereitet Kriege vor. Wenn die Regierung einen „Notstand“ ausruft, wird das Streikrecht beschnitten, gibt es Arbeitsverpflichtung und Anordnungen zu extremer Arbeitszeitausdehnung. Im „Kriegsfall“ kommt laut „Arbeitssicherstellungsgesetz" (ASG) eine Zwangsverpflichtung unter Androhung von Gefängnis für sogenannte Spezialisten aller Berufsgruppen hinzu. In den Schützengräben der Welt sterben Menschen wie du und ich nicht für höhere Werte, sondern für die Interessen großer Kapitaleigner. Die Rüstungsindustrie jubelt über explodierende Gewinne. Die Wiederaktivierung der Wehrpflicht ist in Vorbereitung, um künftig auch unsere Kinder in Kriege zu schicken.> > Diese Entwicklung machen wir nicht mit!> > Aufrüstung und Kriegswirtschaft sind gegen die Interessen der Kolleginnen und Kollegen und unserer Familien und widersprechen unseren gewerkschaftlichen Zielen. Unterstreichen wir unsere Losung "Kampf um jeden Arbeitsplatz!“ und setzen wir uns aktiv für unser Ziel „Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung“ ein. (Satzung unter §2 „Aufgaben und Ziele der IG Metall“.)
Und wir rufen den IG Metall Vorstand und alle Mitglieder auf: Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!
Außerdem wurde eine Unterstützungerklärung für den Fordarbeiter in Detroit verabschiedet, der gekündigt wurde, nachdem er den PräsidentenTrump beim Fabrikbesuch lautstark kritisiert und dann Trump ihm den Stinkefinger gezeigt hatte.
Termine für den Zeitraum April 2026 bis August 2026
April 2026
Beendet
Ostermärsche
04.04.2026 verschiedene Orte
Exkursion : Solidarische Hilfe – auf den Spuren des Wuppertal-Komitees
90 Jahre Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse – Gewerkschaftlicher Widerstand und internationale Solidarität
18.04.2026
14:30 - 16:30 Verzetsmuseum (Widerstandsmuseum) Plantage Kerklaan 61 1018 CX Amsterdam 
Demokratie in Gefahr? Repressive Toleranz und marktkonforme Demokratie
Vortrag und Diskussion mit Andreas Fisahn (Universität Bielefeld)
29.04.2026
19:00 - 21:00 Bürgerwache am Siegfriedplatz Rolandstraße 16 33615 Bielefeld 
Mai 2026
Kundgebungen und Fest zum 1. Mai
01.05.2026
verschiedene Orte
Mut zur Menschlichkeit - Vernunft , Haltung und Courage
Rolf Becker und seine pol. Haltung
Ulrich Klan, Musiker und Vorsitzender der Armin T. Wegner Gesellschaft
Ulrich Franz und Beatrix Sassermann, politische Weggefährten
Olaf Reitz, Sprecher
Rudi Rhode, Musiker
Regina Potarczyk, Moderation
05.05.2026
17:30 - 19:00 Wuppertal Kolpingstr. 8 Stadtbibliothek

Samstag, den 5.4.26 sind Tausende Jugendliche in Kuba zum Jahrestag der Gründung der Organización de Pioneros José Martí (OPJM) und des Jugendverbandes der KP, der Unión de Jóvenes Comunistas (UJC), auf die Straße gegangen. Bereits am Donnerstag der vergangenen Woche sind tausende junge Kubaner:innen dem Aufruf des UJC zu einem Protestmarsch gegen die Blockadepolitik der USA gefolgt. Der Demonstrationszug endete vor der US-Botschaft in der kubanischen Hauptstadt. amerika21
Das Netzwerk No Kings meldet Aktionen in allen 50 Bundesstaaten. Organisatoren sprechen von acht Millionen Teilnehmenden. Amerika 21

Brasilianische Gewerkschaften und soziale Bewegungen erhöhen den Druck, Treibstoff nach Kuba zu liefern. Mit dem Start der Kampagne "Öl für Kuba" haben sich die solidarischen Kräfte gebündelt. Amerika 21
Die kubanische Gesellschaft ist geschockt über den Angriff des US-Militärs. Bereits nach ersten Analysen kubanischer Sicherheitsexperten wurde klar, dass die als "Staatsterror" eingestufte Militäraktion von den US-Spezialeinheiten durch den Zusammenbruch der Verteidigungs-, Geheimdienst- und Spionageabwehr-struktur Venezuelas ermöglicht wurde. Kubanische Beobachter vermuten einen Verrat. ....Amerika21
Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. in Tübingen hat eine Handlungshilfe für Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute veröffentlicht:

„Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon. Er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich scheint mir der Krieg …“.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt, müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos… Kriegsmüde hat man immer zu sein, d.h. nicht nachdem, sondern ehe man einen Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen…
Karl Kraus, 1918
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