
Am 1. Mai 1944 erschossen Wehrmachtssoldaten in Athen 200 Kommunisten – jetzt wurden erstmals Fotografien des Massakers gefunden.
Am 27. April 1944 wurde bei einem Hinterhalt von Kämpfern der Griechischen Volksbefreiungsarmee (ELAS) außerhalb der Stadt Molai auf der Peloponnes der deutsche Generalmajor Franz Krech zusammen mit drei Mitgliedern seiner Eskorte getötet. Als Vergeltung erschossen die deutschen Besatzungsbehörden jeden Mann, dem sie auf der Strecke von Molai nach Sparta begegneten. Zusätzlich ordneten sie die Hinrichtung von 200 Kommunisten in Athen an – obwohl der Ort des Hinterhalts rund 300 Kilometer von der Hauptstadt entfernt lag. Am symbolträchtigen 1. Mai 1944 wurden 200 Gefangene aus dem Konzentrationslager Haidari, das unter Verwaltung der SS stand, zum Schießstand von Kaisariani gebracht. Dort erschossen Soldaten der Wehrmacht die Gefangenen. Diese Hinrichtung ist auf den nun entdeckten Fotografien dokumentiert.
Der Schießstand von Kaisariani ist vermutlich der wichtigste Erinnerungs- und Märtyrerort der Besatzungszeit in Griechenland. Dort wurden mindestens 620 griechische Widerstandskämpfer sowie 20 italienische und fünf deutsche Antifaschisten von den Besatzungsbehörden erschossen.
Die Fotos sind ein äußerst wichtiges Dokument für die Erforschung der Verbrechen der deutschen Besatzung in Griechenland.
Wie reagiert die griechische Gesellschaft heute auf die Veröffentlichung der Fotos?
Die Bilder haben in Griechenland große Bestürzung ausgelöst. Besonders interessant sind jedoch die Reaktionen im heutigen politischen Kontext. Die Fotos zeigen Menschen, deren Haltung zum Leben sich stark von den dominierenden Werten unserer Zeit unterscheidet. In einer Epoche, in der Individualismus häufig im Vordergrund steht, sehen wir Menschen, die als Kollektiv – als Genoss*innen – dem Tod entgegengingen, getragen von einer politischen Idee. Sie blickten ihren Henkern in die Augen, starben mit erhobenen Fäusten und sangen die Nationalhymne, die Hymne der EAM und die Internationale. Auch die Reaktionen der politischen Rechten waren bemerkenswert – von vulgären Kommentaren in sozialen Medien bis zu problematischen Aussagen rechtsextremer Minister der Regierung von Premierminister Mitsotakis. Die Bilder haben innerhalb weniger Stunden ein lange gepflegtes Schweigen über diese Geschichte aufgebrochen.
Fotos Quelle: Ebay, Crain's Militaria, Screenshot, bearbeitet 1. color
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Samstag, den 5.4.26 sind Tausende Jugendliche in Kuba zum Jahrestag der Gründung der Organización de Pioneros José Martí (OPJM) und des Jugendverbandes der KP, der Unión de Jóvenes Comunistas (UJC), auf die Straße gegangen. Bereits am Donnerstag der vergangenen Woche sind tausende junge Kubaner:innen dem Aufruf des UJC zu einem Protestmarsch gegen die Blockadepolitik der USA gefolgt. Der Demonstrationszug endete vor der US-Botschaft in der kubanischen Hauptstadt. amerika21
Das Netzwerk No Kings meldet Aktionen in allen 50 Bundesstaaten. Organisatoren sprechen von acht Millionen Teilnehmenden. Amerika 21

Brasilianische Gewerkschaften und soziale Bewegungen erhöhen den Druck, Treibstoff nach Kuba zu liefern. Mit dem Start der Kampagne "Öl für Kuba" haben sich die solidarischen Kräfte gebündelt. Amerika 21
Die kubanische Gesellschaft ist geschockt über den Angriff des US-Militärs. Bereits nach ersten Analysen kubanischer Sicherheitsexperten wurde klar, dass die als "Staatsterror" eingestufte Militäraktion von den US-Spezialeinheiten durch den Zusammenbruch der Verteidigungs-, Geheimdienst- und Spionageabwehr-struktur Venezuelas ermöglicht wurde. Kubanische Beobachter vermuten einen Verrat. ....Amerika21
Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. in Tübingen hat eine Handlungshilfe für Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute veröffentlicht:

„Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon. Er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich scheint mir der Krieg …“.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt, müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos… Kriegsmüde hat man immer zu sein, d.h. nicht nachdem, sondern ehe man einen Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen…
Karl Kraus, 1918
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