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Nicht dumm machen lassen!

Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen. Theodor Adorno

Nato wäre Russland "im echten Krieg" überlegen

Der Nato-Oberbefehlshaber für Europa, Alexus Grynkewich, ist sich sicher, dass die Nato militärisch deutlich stärker aufgestellt ist als Russland. "In einem echten Krieg, wenn die ganze Allianz antritt, ist die Nato Russland konventionell überlegen", sagte der US-General in einem Interview mit dem "Spiegel".

"Unsere militärischen Fähigkeiten, die wir in einem Großkonflikt zum Einsatz bringen würden, übertreffen die Moskaus bei Weitem", sagte Grynkewich weiter. Moskau verfüge "nicht über moderne F-35-Kampfjets, nicht über die Masse an modernen Zerstörern oder U-Booten, die wir haben".

Afrikanische Union fordert erneut Ende der Blockade gegen Kuba

Die Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union (AU) haben auf ihrem 39. Gipfeltreffen am vergangenen Wochenende gefordert, dass die USA die Zwangsmaßnahmen gegen Kuba beenden. Dies geht aus Informationen von telesur und des kubanischen Außenministeriums hervor. Es ist bereits das 17. Mal, dass die afrikanischen Staats- und Regierungschefs das Ende der Blockade der Karibikinsel verlangen. amerika21

USA bombardieren erneut Schiff in der Karibik

Die USA haben erneut ein Boot im Karibischen Meer versenkt und dabei drei Menschen getötet. Der Angriff habe vor der Küste Venezuelas stattgefunden, gab das Südkommando der US-Streitkräfte bekannt. amerika21

"Verstand" vs Völkerecht

US-Präsident Trump sieht Kuba bereits maximal unter Druck. Washington verschärft seit Januar 2025 die Maßnahmen. Trump: "Nur mein Verstand kann mich aufhalten, Völkerrecht brauche ich nicht". Amerika21

Aufruf 70+ 

Gegen Militarisierung und Kriegsdienst!

"Wir sind Kriegs- und Nachkriegskinder des Zweiten Weltkrieges. Wir sind 70 Jahre und älter und viele von uns sind noch durch Trümmerlandschaften gelaufen", "wir sind entsetzt über die Leichtfertigkeit, mit der heute eine beispiellose Aufrüstung betrieben wird und fordern ein Umdenken...."

„Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind! Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“

Bertolt Brecht, Das Gedächtnis der Menschheit

Das "Trump-Korollar" zur Monroe-Doktrin

und der Raub an Venezuela. Lateinamerika in der neuen US-Sicherheitsstrategie. Amerika21

Gigantisches Internierungslager

Mit einer Hungerblockade will Israel Gaza ethnisch säubern. Die Hilfsorganisation Palestinian Medical Relief Society schlägt Alarm - Von Raul Zelik

Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg

Unterschriftenaktion: Wir fordern unsere Gewerkschaften und ihre Vorstände auf, den Beschlüssen und ihrer Verantwortung gerecht zu werden! Die Gewerkschaften müssen sich laut und entschieden zu Wort melden und ihre Kraft wirksam machen: gegen Kriege und gegen Aufrüstung!

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Betriebsrat gegen gravierende Missstände bei Hark Recycling

30.10.2026

Per Drohne überwacht und strafversetzt

Die Arbeitsbedingungen wurden immer mieser bei Hark Recycling in Hamm. Als der Chef sie auch noch per Drohne überwachte, reichte es: Sie gingen zur IG Metall und wählten einen Betriebsrat. Doch die Betriebsräte wurden trickreich strafversetzt. Sie wehren sich mithilfe der IG Metall.

IGM, 28. Oktober 2026

„Die Drohne schwebte vor meinem Bagger und filmte mich“, erinnert sich der heutige Betriebsrat Waldemar B. (*Name von der Redaktion geändert). Der Hauptgeschäftsführer von Hark Recycling forderte dann die Belegschaft dazu auf, mit ihm über das Gelände zu laufen und konfrontierte einzelne mit Fotos seiner Drohne: Warum hast Du hier so lange Pause gemacht, Kaffee getrunken, geraucht?

„Dabei fielen teilweise Worte wie ‚Du bist zu blöd und dumm und hast in 20 Jahren immer noch nichts gelernt‘“, berichtet der heutige Betriebsratsvorsitzende Andreas W.* „Unser Platzmeister wurde vor der gesamten Mannschaft als blöd und unfähig tituliert – und abgesetzt.“
 

Beschäftigte wählen Betriebsrat  – Geschäftsführung spaltet

Das brachte das Fass zum Überlaufen – nachdem sich in den letzten Jahren Missstände bei Hark Recycling am Ortsgüterbahnhof in Hamm gehäuft hatten. 11 der damals 50 Beschäftigten treten in Kontakt mit der IG Metall Hamm-Lippstadt – und dann geht es ganz schnell. Am 3. November 2025 hängt der Wahlaushang im Betrieb. Am 19. November 2025 wählen sie erstmals einen fünfköpfigen Betriebsrat. Nach der Auszählung wird das Ergebnis am 25. November bekanntgegeben.

„Der Geschäftsführer erklärte, dass er den Betriebsrat niemals akzeptieren würde“, erzählt der Betriebsratsvorsitzende Andreas W.*, der als „Brenner“ große Metallteile mit dem Schneidbrenner zerteilt.

Bereits am 14. November – fünf Tage vor der Betriebsratswahl – hängt ein Aushang der Geschäftsführung im Betrieb: Hark müsse den Standort am Ortsgüterbahnhof zum Jahresende verlassen. Der Betrieb soll nach Dortmund verlegt werden. Auf dem Betriebsgelände in Hamm soll die neu gegründete Aluminiumservice Hamm GmbH & Co. KG (ASH) angesiedelt werden, die ebenfalls der Familie Westarp und ihrer Westarp GmbH gehört.

Der Mehrheit der Hark-Beschäftigten werden neue Verträge bei ASH angeboten – gegen Antrittsprämien zwischen 500 und 1500 Euro. Die Betriebsräte erhalten keine solchen Angebote. Drei der fünf Gewählten legen ihre Mandate zum 29. Dezember 2025 nieder. Zwei weitere gewählte Beschäftigte, Mustafa A.* und Artur B.*, rücken nach. Die vier Betriebsratsmitglieder werden nach einem Termin am 12. Januar 2026 aufgefordert, die Arbeit in Dortmund aufzunehmen. Mit ihnen müssen auch Beschäftigte nach Dortmund, die die neuen ASH-Verträge nicht unterschreiben wollen.
 

Dortmund: Kein Wasser, keine Heizung, Schimmel

Dortmund – offiziell die neue Zentrale von Hark Recycling – erscheint den Beschäftigten eher als stillgelegte Brache. Das Gelände am Hafen wurde jahrelang nicht benutzt und ist komplett zugewuchert. Die Beschäftigten müssen erst einmal selbst den Grünschnitt erledigen. Zudem sind viele Leitungen über die Jahre einfach geklaut worden. Es gibt kein Wasser und keine Heizung – und das bei Minus-Temperaturen. Die alte Holzbaracke, in dem das Büro und die Steuerung der Waage untergebracht sind, ist komplett verschimmelt.

„Die Geschäftsführung kam dann zu einem Termin, wo wir sie auf die Mängel hingewiesen haben“, berichtet Andreas W.* „Ich sagte: Riechen sie den Schimmel? Nehmen sie noch mal einen tiefen Zug. Und dann mussten sie auf einmal ganz dringend weg zu einem anderen Termin.“

Die Geschäftsführung beginnt dann, die allergröbsten Mängel zu beseitigen. Doch lange fehlt es in Dortmund an Arbeit und Betriebsmitteln. Anfang März wird ein Bagger geliefert. Ohne Greifer ist er zunächst nicht einsetzbar. Rund drei Wochen später kommt dann auch der Greifer. Doch die Schrottschere funktioniert nicht, eine Magnetplatte für den Bagger fehlt weiterhin. Brenn- und Kleingeräte stellt der Arbeitgeber nicht zur Verfügung. Eine Flex und eine Leiter reparieren die Beschäftigten zum Teil selbst aus dem vorhandenen Schrott.


Betriebsräte bei Hark Recycling auf dem Betriebsgelände in Dortmund

Beschäftigte* auf dem Betriebsgelände in Dortmund – offiziell neue Zentrale von Hark Recycling.  


Betriebsrat gegen gravierende Missstände bei Hark Recycling

Einen Betriebsrat bei Hark zu wählen, war dringend notwendig. Immer wieder hatten die Beschäftigten die Geschäftsführung auf gravierende Mängel bei der Arbeitssicherheit hingewiesen: Stapler, bei denen die Bremsen nicht gehen. Sicherheitsunterweisungen, die nur auf dem Papier stehen.

Vor zwei Jahren starb dann ein guter Kollege von ihnen in einem Metallschredder. „Er wurde da kurz vor Feierabend hingeschickt, um den Schredder zu reinigen – allein, was eigentlich streng verboten ist“, erinnert sich Baggerfahrer Waldemar B.* „Ich habe noch mit ihm gesprochen, als er im Schredder steckte. Er sagte: Meine Beine brennen. Dabei waren seine Beine bis zu den Oberschenkeln weggeschreddert.“ Der Kollege starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Schredder läuft heute noch.

Aktuell haben die rechtmäßig gewählten Betriebsräte Hausverbot in Hamm – offiziell ja jetzt ein anderer Betrieb. Und den Beschäftigten in Hamm verbietet die Geschäftsleitung, mit den Betriebsräten zu sprechen. Trotzdem haben sie natürlich weiterhin Kontakte und sprechen Missstände bei der Geschäftsführung an.
 

„Wir wollen einfach nur vernünftige Arbeitsbedingungen“

Sie wehren sich, gemeinsam mit der IG Metall. In einem aktuellen Beschlussverfahren verlangt der Betriebsrat unter anderem, die Maßnahmen zur Aushöhlung seiner Vertretung zu unterlassen, den vier in Dortmund tätigen Betriebsratsmitgliedern Verträge bei ASH unter Anerkennung ihrer bisherigen Betriebszugehörigkeit anzubieten und die für die Betriebsratsarbeit erforderlichen Sachmittel bereitzustellen. Doch die gewählten Betriebsräte wollen weiter kämpfen – vier von ursprünglich 11 Beschäftigten, die an der Betriebsratsgründung mitgewirkt haben.

„Die übrigen sieben haben unter Druck und aus Angst vor den Konsequenzen wieder davon Abstand genommen“, meint Markus Kirchner von der IG Metall Hamm-Lippstadt. „Zwar wurde der Kündigungsschutz für Initiatoren von Betriebsratswahlen 2021 verbessert. Dennoch sind wir als IG Metall immer wieder mit den Ängsten der Beschäftigten konfrontiert.“

Auch ihre neue IG Metall-Geschäftsstelle Ruhrgebiet Mitte jetzt an der Seite der insgesamt acht strafversetzten Beschäftigten in Dortmund. „Solche Zustände wie hier bei Hark habe ich noch nie gesehen“, kritisiert Gewerkschaftssekretär Yunus Emre Yildirim, der zahlreiche Schrott- und Recyclingbetriebe betreut. „Alle bieten bessere Arbeitsbedingungen als Hark, viele zahlen Tarif – und alle suchen Fachkräfte.“

Die Strafversetzten in Dortmund sind alles andere als „Minderleister“. Waldemar B.* ist seit 23 Jahren bei Hark. Andreas W.* war früher als selbstständiger Schneidbrenn-Experte in ganz Europa unterwegs und hielt sogar Vorträge an Hochschulen. Sie hätten schon längst bessere Jobs finden können. Doch sie sind noch da.

„Wir wollen endlich vernünftige Arbeitsbedingungen für unsere Kollegen“, erklärt Andreas W.* „Und wir wollen unsere Rechte als Arbeitnehmer verteidigen, die wir uns früher gemeinsam erkämpft haben. Ich war dabei bei den Streiks in den 80er-Jahren – und auf der Brücke der Solidarität in Duisburg-Rheinhausen, als wir die Stahlarbeiter beim Kampf um ihre Zukunft unterstützten. Es kann doch nicht sein, dass Arbeitgeber in Deutschland immer dreister werden und unsere erkämpften Rechte mit Füßen treten.“


Die Hark-Betriebsräte werden solidarisch unterstützt von der IG Metall – und von Betriebsräten aus ganz Deutschland im Komitee „Solidarität gegen BR-Mobbing!“. Das Komitee vernetzt betroffene Betriebsräte und Gewerkschaften, trägt Informationen und Materialien zusammen, organisiert Konferenzen, Protestaktionen und öffentliche Aufklärung und bietet ein Forum zum Erfahrungsaustausch und zur praktischen Unterstützung.

* Die Namen der Betriebsräte im Text wurden von der Redaktion geändert und Personen im Bild unkenntlich gemacht.

aus: https://www.igmetall.de/im-betrieb/drohnen-ueberwachung-und-versetzung-bei-hark-recycling‍‍

 
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Termine für den Zeitraum Oktober 2026 bis Februar 2027



Früher begonnen

Beendet

Ausstellung zu Kolumbien: Vom Bürgerkrieg zu indigener Autonomie
Fotos von Wandbildern aus Kolumbien & Diskussion

Veranstalter: Milagro Amaru

19.09. bis 12.10.2026 Berlin: m Cafe MaDaMe Mehringplatz 10 (U: Hallesches Tor) external Link



Oktober 2026

Beendet

Gegen Gewalt und organisierte Verwahrlosung: Wie eine Klinik in Chiapas kollektive Fürsorge denkbar macht.

Victórico Gálvez Pérez (Frayba), Pablo Uc (IRGAC), Felicitas Treue (EuropaZapatista) und medico.

15.10.2026 19:00 Berlin, aquarium external Link



November 2026

Europäische Außengrenzen, Rechtslosigkeit und der europäische Rechtsruck

Herbsttagung des Flüchtlingsrat Baden-Württemberg mit Vortrag von Valeria Hänsel, medico-Referentin für Flucht & Migration

14.11.2026
11:00 Bürgerräume Stuttgart-West Bebelstraße 22 70193 Stuttgart external Link

Tagung/Konferenz : Das Ende der Wahrheit? „Fake News“ und Humanismus

28. bis 29.11.2026
12:00 Sa - 13:00 So Mercure Hotel Dortmund Centrum Olpe 2 44135 Dortmund external Link

medico intarnational: Hoffnung als Widerstand

Mit Fabian Saul, Nuran David Calis, Zahra Mousawy und Karin Zennig

28.11.2026
18:00 Kulturforum Hanau Am Freiheitsplatz 18a 63450 Hanau external Link

 

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Kriegsmüdigkeit

Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt, müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos… Kriegsmüde hat man immer zu sein, d.h. nicht nachdem, sondern ehe man einen Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen…
Karl Kraus, 1918

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