Der Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner auf einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump hat bei VW für erhebliche Unruhe gesorgt. Im Intranet des Konzerns eskalierten die Reaktionen der Mitarbeiter – nun wurden die Kommentare gelöscht.
Was ist passiert?
Audi-Chef Gernot Döllner trat am 24. Oktober 2026 gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia auf. Dort kündigte er ein neues Audi-Werk in den USA an – vor allem für die Produktion großer SUVs. Bei Trump bedankte sich Döllner für die Gelegenheit.
Der Auftritt fand kurz vor den Midterm-Wahlen im November 2026 statt, bei denen Trump für seine republikanische Partei warb.
Wütende Diskussion im Intranet
Die Reaktionen der Belegschaft ließen nicht lange auf sich warten. Im VW-Intranet entwickelte sich unter einem Beitrag über Döllners Werksankündigung eine hitzige Diskussion. Laut einem Bericht des Spiegel umfasste sie mehr als 200 Kommentare – für einen Intranet-Beitrag bei VW ungewöhnlich viele. Obwohl die Beiträge dort unter Klarnamen veröffentlicht werden, äußerten sich viele Mitarbeiter offenbar deutlich negativ über Döllner.
VW zieht die Notbremse
Der Konzern reagierte: Am Ende des Beitrags steht nun statt der Kommentare ein Hinweis, dass die Diskussion „den Rahmen eines sachlichen Meinungsaustauschs verlassen" habe und „sich nicht mehr innerhalb der Nutzungsbedingungen des Group Wiki und der Betriebsvereinbarung ‚Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz'" bewege. Die Kommentarfunktion wurde deaktiviert, die bisherigen Beiträge gelöscht.
Ein VW-Sprecher bestätigte den Vorgang gegenüber dem Spiegel und bezeichnete das Abschalten der Kommentarfunktion als „Ausnahmefall".
Breite Kritik
Der Auftritt zog auch über das Intranet hinaus Kritik nach sich. Die Vorsitzende des VW-Betriebsrats, Daniela Carvallo, erklärte, man müsse angesichts des Auftritts „vor Scham im Boden versinken". Auch der VW-Aufsichtsrat soll ungehalten reagiert haben – schließlich müssen die Pläne für den US-Standort offiziell erst noch abgesegnet werden.
Möglicher Verstoß gegen Firmenrichtlinie
Döllner könnte zudem gegen eine interne Regelung verstoßen haben: Demnach sind drei Monate vor einer Wahl keine öffentlichen Auftritte mit zur Wahl stehenden Parteien oder Politikern mehr vorgesehen. Trump selbst stand zwar nicht zur Wahl, wohl aber seine Partei.
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Quelle: Golem.de / KI
Termine für den Zeitraum Oktober 2026 bis Februar 2027
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