Auszug
Venezuela, das Land der Oppositionsführerin Machado, ist eines der Lieblingsspielzeuge der internationalen reaktionären Bewegung, wenn es darum geht, den öffentlichen Diskurs zu vergiften. Akteur*innen auf beiden Seiten des Atlantiks manipulieren die venezolanische Politik, um sie ihren Narrativen anzupassen. In Spanien spielte es zum Beispiel eine zentrale Rolle in der Verleumdungskampagne gegen „Podemos“ (spanische linkspopulistische Partei): von der Erfindung von Falschmeldungen in den Medien bis hin zu nichtigen Gerichtsverfahren, einschließlich der Erpressung von Personen, die mit Institutionen in dem lateinamerikanischen Land verbunden sind. Machados prominente Rolle in der interventionistischen Politik der USA gegenüber Caracas führt direkt zu einer der einflussreichsten Drehscheiben für die Finanzierung, Ideen und operative Umsetzungskraft innerhalb der Desinformationsindustrie: das Atlas Network. ...
Es gibt Fälle von Lügen, die weltweit verbreitet wurden, Jahre bevor es Plattformen wie Twitter gab, und Atlas-Netzwerk war daran beteiligt. Das paradigmatischste Beispiel ist sicherlich das der Massenvernichtungswaffen im Irak. Während des Untersuchungsauftrags zum 11. September 2001 war eine der Personen, die den Angriff mit dem Irak verknüpfte, Laurie Mylroie, Mitglied des zu Atlas Network gehörenden Think-Tanks AEI. Von dort aus schlossen sich zahlreiche Mitglieder des AEI, darunter Lynne Cheney, John Bolton und Michael Ledeen, einer Desinformationskampagne an, die um die Welt ging und schließlich zur Invasion des Irak führte. ...
Die politischen Wurzeln der bereits erwähnten Machado eignen sich perfekt, um die Rückkopplungsdynamik zwischen Atlas Network und den USA zu verstehen und zu erkennen, wie die Tentakel des Netzwerks von Think-Tanks auf jene Orte wirken, die sich dem Einflussbereich des US-Imperialismus entziehen wollen.
Die 2000er Jahre begannen in Venezuela mit der Wiederwahl von Hugo Chávez. In seinem politischen Programm sozialistischer Orientierung betonte er die Absicht, die Kapitalflucht aus dem enormen Reichtum des Landes, das ausländischen Privatunternehmen mehr zugute kam als der venezolanischen Gesellschaft selbst, zu beenden. Eines der Unternehmen mit der stärksten Präsenz in dieser kolonialen Ausbeutung war der US-amerikanische Ölkonzern Exxon, der eine wichtige Rolle bei der Finanzierung von Atlas Network spielte.
Hier beginnt der Kreislauf.
Die Regierung Chávez wollte nicht nur die Gewinne eines Atlas-Förderers verringern, sondern den neoliberalen Konsens selbst infrage stellen. Für die Destabilisierungsoperation stützte sich das Netzwerk auf „Cedice“, einen venezolanischen Think-Tank, der zu Atlas Network gehört. Mit großzügiger finanzieller Unterstützung der USA durch die „National Endowment for Democracy“ (NED, Nationale Stiftung für Demokratie) führte „Cedice“ Initiativen aller Art gegen Chávez an, und sogar Rocío Guijarro, ihre Präsidentin, unterzeichnete das Dekret, mit dem der Putsch vom April 2002 konsolidiert werden sollte. Der Name von Machado erscheint unter den Teilnehmer*innen bei der Vereidigung des Zentralvorstands am 12. April 2002, die infolge des Putsches stattfand. Sie nahm als Mitglied von „Cedice“ teil, begann aber schon bald, sich selbst einen Namen zu machen.
Im Juli desselben Jahres gründete sie die zivile Organisation „Súmate“, deren Aktivitäten gegen Chávez von Anfang an von den USA, ebenfalls über die NED, unterstützt wurden. Ein Dokument der Einrichtung selbst zeigt, dass „Súmate“ im Jahr 2003 mindestens US$ 53.400 direkt von der NED erhalten hat.
Von da an ist Machado eine wichtige Figur innerhalb des riesigen Netzwerks von Atlas Network. Ihr Name taucht in praktisch jeder Desinformationskampagne auf, die darauf abzielt, die politische Lage in Venezuela zu destabilisieren, und Atlas wiederum hat sie in seinen Veranstaltungen und Publikationen eifrig gefördert. Der Zusammenhang ist eindeutig und unbestreitbar: 2014 dankte Machado öffentlich Atlas Network für dessen „Unterstützung und Inspiration“. Erst vor Kurzem, am 10. Oktober 2025, feierte der offizielle X-Account von Atlas Network ihren Gewinn des Friedensnobelpreises und hob dabei seine „lange berufliche Beziehung zu Machado hervor, die 2009 beim jährlichen Freedom Dinner der Organisation eine Rede gehalten hat“. ...
https://progressive.international/wire/2025-12-03-atlas-network-la-desinformacin-como-arma-neoliberal/de
Termine für den Zeitraum März 2026 bis Juli 2026
März 2026
Beendet
Die Staatsfeinde -Kalter Krieg und alte Nazis" Kinofilm
01.03.2026 16:00 Bochum Langendreer Kino Endstation
Der Dokumentarfilm zeigt, wie Überlebende des NS-Regimes zu Pazifisten wurden und in der jungen Bundesrepublik mutig gegen die Wiederbewaffnung kämpften – und dafür erneut verfolgt und verurteilt wurden.
Der Film ist wichtiger denn je. Heute verfolgt der Deutsche Staat Antifaschist:innen und Klimaschützer:innen
Der nächste Schulstreik gegen Wehrdienst und Millitarisierung
05.03.2026
bundesweit


Eine internationale Koalition aus sozialen Bewegungen, Gewerk-schaften und humanitären Organisationen hat angekündigt, im März einen Schiffskonvoi mit Lebensmitteln und Medikamenten nach Kuba zu entsenden. Die Initiative reagiert auf die Versorgungslage infolge der US-Energieblockade, durch die keine Erdöllieferungen mehr in Kuba ankommen. amerika21
Brasilianische Gewerkschaften und soziale Bewegungen erhöhen den Druck, Treibstoff nach Kuba zu liefern. Mit dem Start der Kampagne "Öl für Kuba" haben sich die solidarischen Kräfte gebündelt. Amerika 21
Die kubanische Gesellschaft ist geschockt über den Angriff des US-Militärs. Bereits nach ersten Analysen kubanischer Sicherheitsexperten wurde klar, dass die als "Staatsterror" eingestufte Militäraktion von den US-Spezialeinheiten durch den Zusammenbruch der Verteidigungs-, Geheimdienst- und Spionageabwehr-struktur Venezuelas ermöglicht wurde. Kubanische Beobachter vermuten einen Verrat.
Beim Angriff der Vereinigten Staaten wurden unter anderem 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet, von denen einige im unmittelbaren Schutzring um den Präsidenten Maduro mehr als zwei Stunden Widerstand gegen die Aggressoren leisteten, aber von venezolanischen Militärs keinerlei Unterstützung erhielten. ....Amerika21
Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. in Tübingen hat eine Handlungshilfe für Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute veröffentlicht:

„Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon. Er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich scheint mir der Krieg …“.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt, müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos… Kriegsmüde hat man immer zu sein, d.h. nicht nachdem, sondern ehe man einen Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen…
Karl Kraus, 1918
CMSimple hide#
Powered by CMSimple| Template: ge-webdesign.de| Login