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"Verstand" vs Völkerecht

US-Präsident Trump sieht Kuba bereits maximal unter Druck. Washington verschärft seit Januar 2025 die Maßnahmen. Trump: "Nur mein Verstand kann mich aufhalten, Völkerrecht brauche ich nicht". Amerika21

Aufruf 70+ 

Gegen Militarisierung und Kriegsdienst!

"Wir sind Kriegs- und Nachkriegskinder des Zweiten Weltkrieges. Wir sind 70 Jahre und älter und viele von uns sind noch durch Trümmerlandschaften gelaufen", "wir sind entsetzt über die Leichtfertigkeit, mit der heute eine beispiellose Aufrüstung betrieben wird und fordern ein Umdenken...."

„Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind! Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“

Bertolt Brecht, Das Gedächtnis der Menschheit

Das "Trump-Korollar" zur Monroe-Doktrin

und der Raub an Venezuela. Lateinamerika in der neuen US-Sicherheitsstrategie. Amerika21

Gigantisches Internierungslager

Mit einer Hungerblockade will Israel Gaza ethnisch säubern. Die Hilfsorganisation Palestinian Medical Relief Society schlägt Alarm - Von Raul Zelik

Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg

Unterschriftenaktion: Wir fordern unsere Gewerkschaften und ihre Vorstände auf, den Beschlüssen und ihrer Verantwortung gerecht zu werden! Die Gewerkschaften müssen sich laut und entschieden zu Wort melden und ihre Kraft wirksam machen: gegen Kriege und gegen Aufrüstung!

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"Monolog mit meinem »asozialen« Großvater – Ein Häftling in Buchenwald"  

30.01.2024

Bericht über ein Theaterstück am 27.01.2024 im Museum für verfolgte Künste Solingen.   

Einen eindrücklichen Solo-Abend über eine fast vergessene Gruppe von Verfolgten bot der Theatermacher und Pädagoge Harald Hahn anlässlich des Gedenktages für  die Opfer des Nationalsozialismus: Sein eigener Großvater war als sogenannter  „Asozialer“ einige Jahre im KZ Buchenwald inhaftiert. Dazu zählten Menschen, deren Lebensführung nicht in das Ideal des nationalsozialistischen Volkskörpers passten, etwa Wohnungslose, Prostituierte, als „Arbeitsscheue“ titulierte Langzeitarbeitslose,    Kleinkriminelle, Alkoholsüchtige und andere. 

Hahn schlüpft im Laufe der Aufführung in verschiedene Rollen, er verkörpert neben    sich selbst als Erwachsener Enkelsohn im Monolog mit seinem toten Großvater sein    Ich im Kindesalter, einen mit populistischen Plattitüden schimpfenden Hausmeister, einen sadistischen KZ-Aufseher. Obwohl das Ganze mit wenigen, kargen Requisiten und minimalen Kostümwechseln auskommt, entfaltet sich eine große emotionale Wucht.   

Das Stück erzählt Hahns eigene Familiengeschichte, die er aus wenigen Spuren mit    Unterstützung der Gedenkstätte Buchenwald aufgearbeitet hat. In seiner Familie    wurde die Vergangenheit des Großvaters auf schockierende Art verschwiegen, von    ihm selbst und seinem Umfeld. „Psst, darüber spricht man nicht!“, war die Devise, aus Scham über die weit nach Ende des NS-Regimes fortdauernde „Schande“. Es wird deutlich, dass der Großvater von seinen nächsten Angehörigen niemals Anteilnahme für das Erlittene erfahren hat. Dies stimmt damit überein, dass sogenannte „Asoziale“ erst im Jahr 2020 als Opfer anerkannt wurden, für die allermeisten viel zu spät, um gewürdigt zu werden und Entschädigung zu erhalten. Es wird mehr als deutlich, dass diese Geschichte nicht in der Vergangenheit bleibt, sondern über Generationen weitergegeben wird. Ausgrenzung und Verachtung    gegenüber Armen ist bis heute an der Tagesordnung. Eine Arbeitsethik, nach der der Wert eines Menschen gnadenlos nach seiner ökonomischen Leistungsfähigkeit berechnet wird, steckt tief in den Köpfen und ist Realität in staatlichem Handeln, denkt man etwa an die Debatten um Zuwanderung oder Sozialleistungen. Viele der Glaubenssätze, die das Stück durchziehen, klingen in unseren Ohren allzu bekannt.

Harald Hahn entstammt einer armen Familie, er kennt die damit verbundenen  Schamgefühle und die massive Benachteiligung in der Schule aus eigener    Erfahrung. Anders als viele andere von der Gesellschaft Zurückgelassene, hat er den    Weg zu einem Hochschulabschluss geschafft. Er setzt sich entschieden für ein gerechteres Bildungssystem und viele andere politische Belange ein.    Veranstalter: Max-Leven-Zentrum / Evangelischer Kirchenkreis Solingen / Falken Bildungs- und Freizeitwerk Bergisches Land       

 
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Eine Wende ist nötig – aber eine ganz andere!
Kriegstüchtig. Wir sollten es aus unserer Vergangenheit kennen und wissen wie es endet.

Kuba: Folgen des Angriffs der USA auf Venezuela

Die kubanische Gesellschaft ist geschockt über den Erfolg des US-Militärs. Bereits nach ersten Analysen kubanischer Sicherheitsexperten wurde klar, dass die als "Staatsterror" eingestufte Militäraktion von den US-Spezialeinheiten durch den Zusammenbruch der Verteidigungs-, Geheimdienst- und Spionageabwehr-struktur Venezuelas ermöglicht wurde. Kubanische Beobachter vermuten einen Verrat.

Beim Angriff der Vereinigten Staaten wurden unter anderem 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet, von denen einige im unmittelbaren Schutzring um den Präsidenten Maduro mehr als zwei Stunden Widerstand gegen die Aggressoren leisteten, aber von venezolanischen Militärs keinerlei Unterstützung erhielten. ....Amerika21

In Artikel 2 Absatz 4 der UN-Charta von 1945 heißt es: »Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.«

Neue Broschüre von IMI

Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. in Tübingen hat eine Handlungshilfe für Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute veröffentlicht:

Arbeitsplätze in der Rüstungsin-dustrie sind unsicherer als in vielen anderen Branchen. Die Nachfrage ist von politischen Entscheidungen abhängig – internationale Entspannung kann zu einem Rückgang der Nachfrage und zu Arbeitsplatzverlusten führen. Viele Angestellte wollen, dass ihr Beruf auch privat hohes Ansehen hat; was schwer möglich ist bei einer Branche, die davon lebt, dass kein Frieden herrscht.

Albert Einstein

„Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon. Er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich scheint mir der Krieg …“.

Kriegsmüdigkeit

Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt, müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos… Kriegsmüde hat man immer zu sein, d.h. nicht nachdem, sondern ehe man einen Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen…
Karl Kraus, 1918

Eine Wende ist nötig – aber eine ganz andere!

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