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IWF blockiert Gelder für Venezuela

Der Internationale Währungsfonds verweigert Venezuela offensichtilich Gelder im Umfang von rund fünf Mrd. US-Dollar, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesetzt werden sollen. Mitte September hatte der IWF sie noch in Aussicht gestellt.

Kuba widersteht

Der brasilianische Befreiungstheologe Frei Betto über die Widerstands-fähigkeit der kubanischen Revolution.

Menschenrechtslage in Kolumbien dramatisch

Ein Toter und zahlreiche Verletzte bei Demonstrationen gegen sexuelle Gewalt seitens der Polizei. Militärpolizei ESMAD zielt mit Munitionswerfern auf Protestierende. Laut der "Kampagne Freiheit verteidigen, eine Angelegenheit Aller" sind 49 durch Polizeigewalt getötete Demonstrant:innen im Zuge der Proteste seit dem 28. April zu verzeichnen.

Solidarität aus Belgien für die Streikenden in Kolumbien

Und Deutschland

Landesweiter Streik in Kolumbien

37 Tote und 87 Verschwundene, große Demonstrationen am Mittwoch, brutale Polizeigewalt auch mit Feuerwaffen, Internet-Blockaden. Seit dem 28. April hat die Menschenrechtsorganisation "Erdbeben" (Temblores) landesweit über 1.700 Fälle von Polizeigewalt registriert. Dazu zählen unter anderem zehn Fälle sexueller Gewalt, 22 Fälle von Augenverletzungen, über 830 willkürliche Festnahmen und über 220 Verletzte.

Bevölkerung von Cali sendet SOS

Bolivien hebt Legalisierung transgener Lebensmittel auf

Während ihrer Amtszeit als Interimspräsidentin hatte Jeanine Añez mehrere Dekrete erlassen, die die Produktion von transgenen Lebensmitteln erlaubten, und sich damit über die geltende Verfassung hinweggesetzt.

Generalstreik in Kolumbien

Unter dem Motto "Für Leben, Frieden, Demokratie mobilisieren Gewerkschaften, politische und soziale Organisationen für landesweiten Streik gegen neoliberale "Reformen". Der Generalstreik am 28. April soll dabei den Auftakt landesweiter Mobilisierungen bilden.

Pestizid-Forscherin muss Brasilien verlassen

Larissa Mies Bombardi, Professorin an der Universidade de São Paulo, wird nach eigenen Angaben bedroht und ins Exil gezwungen.

Aussagen von ex-Militärs zu Ermordungen in Kolumbien

Im Zeitraum 2002 bis 2008 wurden mindestens 6.402 Personen vom kolumbianischen Militär getötet, um sie als gefallene Guerillakämpfer:innen auszugeben. Im Zusammenhang mit der damaligen Politik habe das Militär unter Druck gestanden, Ergebnisse im Kampf gegen die Guerilla zu liefern.

Bayer macht Druck wegen Glyphosat-Verbot

Ab 2024 soll der Einsatz des Pflanzengiftes in Mexiko verboten sein. Bayer versucht mit US-Hilfe, Einfluss auf die Entscheidung zu nehmen.

Buchempfehlung

Das System Tönnies bei der Buchmacherei.


Streik Zeitung

16.09.2021

Wie können sie nur ...

... wie sollen sie sonst?

Nicht selten hörte man dieser Tage Empörung darüber, wie die GDL
nur streiken kann. Die ersten rufen gar schon zur Einschränkung des
Streikrechts auf. Dabei ist das Streikrecht ein Grundrecht. Wie
sonst soll man verhandeln. Mit der Arbeitsniederlegung zeigen Be-
schäftigte, was ihre Arbeit wert ist und entfalten ihre Macht. Oft fan-
gen Unternehmen und die Öffentlichkeit erst an zuzuhören und die
Anliegen ernst zu nehmen, wenn diese Arbeit fehlt. Erst der Streik im
Sommer beim Lieferdienst Gorillas brachte vielen ins Bewusstsein,
dass die Pizza nicht von allein kommt, sondern Menschen davon
leben müssen. In Berlin streikt gerade das Krankenhauspersonal,
damit es nicht nur beklatscht, sondern auch anständig entlohnt wird.
Ohne gute Arbeit wird der Personalmangel kein Ende finden. Ohne
Streik könnten die Beschäftigten in der Lebensmittelproduktion in Ost-
deutschland auf die Lohnangleichung noch Jahrhunderte warten.
Beim Autozulieferer Dräxlmaier in Sachsenheim bei Stuttgart gingen
die Beschäftigten im September das erste Mal mit der IG Metall
vors Tor, um einen Tarifvertrag zu erkämpfen. Nur durch die beharrli-
chen Streiks bei Amazon wird Licht auf die Wirklichkeit in den Versand-
zentren geworfen. Verbesserungen wurden erkämpft, international
vernetzen sich die Streikenden, um dem Onlinehändler Zugeständnis-
se abzutrotzen. Erst durch Streiks wurden viele Rechte in der Ar-
beitswelt erkämpft. Streik erfordert Mut. Er ist ein notwendiges Mittel
und sollte ein selbstverständliches sein. Gerade in einer Zeit, in der
Unternehmen mit immer perfideren Methoden gegen gewerkschaftlich Aktive vorgehen und sich Unternehmen sogar auf die Zerschlagung von Betriebsräten und Gewerkschaften spezialisieren. Im Streik sollten wir daher zusammen-
stehen, als Beschäftigte, Patientinnen und Patienten – und auch als
Fahrgäste. Denn als solche ist es auch in unserem Interesse, dass
Arbeitsbedingungen nicht krank machen und Löhne zum Leben
reichen. Sonst ist der nächste Personalmangel vorprogrammiert
– und dann fährt wirklich keine Bahn mehr. Dabei brauchen wir sie
dringend für die Verkehrswende.

Und auch in dieser gesellschaftlichen Auseinandersetzung ist Streik
kein Fremdwort. Die Klimakatastrophe ist schließlich erst ins
Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gerückt, als Schülerinnen und
Schüler entschieden am Freitag für ihre Zukunft auf die Straße statt
in die Schule zu gehen. Am 24. September 2021 gibt es übrigens
deutschlandweit den nächsten Aktionstag von Fridays for Future.

Violetta Bock

 
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Termine für den Zeitraum Juli 2021 bis September 2022

September 2021
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
04.09.2021 Berlin #UNTEILBAR – FÜR EINE GERECHTE UND SOLIDARISCHE GESELLSCHAFT!
09. bis 10.09.2021 München Kongress für transformative Mobilität
Oktober 2021
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
31.10.2021 Lützerat, NRW Gossdemonstration für den Erhalt von Lützerath, gegen den Braunkohleabbau und Dorfvernichtung
30.10.2021 13 Köln, Friesenplatz Versammlungsgesetz NRW stoppen!

Grundrechte erhalten

VERSAMMLUNGSGESETZ NRW STOPPEN!
GRUNDRECHTE ERHAL
 

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Indigene Aktivist:innen besetzen Ölpipeline

In Peru haben mehr als 200 Aktivist:innen das Gelände einer Pipeline des staatlichen Konzerns Petroperú besetzt.

UN-Expertin über die US-Sanktionen gegen Venezuela

Sonderberichterstatterin bekräftigt Forderung nach Aufhebung der Sanktionen, da sie die Menschen-rechte der Venezolaner verletzen.

Kolumbien verzeichnet die meisten Morde an Umweltaktivist*innen

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von Global Witness hat Kolumbien mit 65 ermordeten Umweltschützer*innen 2020 zum zweiten Mal in Folge die höchste Mordrate an Aktivist:innen weltweit aufgewiesen.

Demonstrationen in Brasilien

Präsident Bolsonaro mobilisiert zu Protesten. Seine Anhänger fordern Auflösung des Kongresses und Eingreifen des Militärs. Auch die Bolsonaro-Gegner waren auf den Beinen. Am 7. September protestierte in 200 Städten und Gemeinden ein Bündnis aus Gewerkschaften, zivil-gesellschaftlichen Organisationen und Parteien gegen Bolsonaro. Es waren ca. 300.000 Menschen in Brasilien und im Ausland auf den Straßen.

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Mexiko: Militärbericht

über Angriff auf Flugzeug mit Evo Morales an Bord

Positionspapier

WissenschaftlerInnen fordern europäische Strategie zur raschen und nachhaltigen Reduktion der COVID-19-Fallzahlen