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Mit Doppelstandards in den nächsten Weltkrieg

Die Debatte um den Ukraine-Krieg unterliegt erheblichen Zwängen. Ein Kommentar bei Telepolis.

Kandidatin:"USA greifen direkt in den Wahlkampf in Kolumbien ein"

Die Kandidatin für die Vizepräsident-schaft, Francia Márquez, hat den USA vorgeworfen, sich in die Präsident-schaftswahlen in Kolumbien einzu-mischen. Amerika21

Mehr Steinkohle aus Kolumbien?

Nach einem Telefonat mit Bundeskanzler Scholz im Kontext des Ukraine-Kriegs hat Kolumbiens Präsident Duque angekündigt, die kurzfristige Erhöhung seiner Kohleexporte nach Deutschland zu prüfen. Ein Hoch auf die Menschenrechte! Amerika 21

Keine Einigung zum Ukraine-Krieg

Die jährliche Tagung der Parlamentarischen Versammlung Europa-Lateinamerika (Eurolat) ist zu Ende gegangen, ohne dass sich die Abgeordneten auf eine gemeinsame Erklärung zum Krieg in der Ukraine einigen konnten. Amerika 21

Ukrainerin kann kein Blau-Gelb mehr sehen

Unsere Autorin Marija Hirt ist Ukrainerin und lebt seit Jahren in Deutschland. Die Solidarität mit ihrer alten Heimat sieht sie mit gemischten Gefühlen. der Freitag

Kriegsergebnis

Schon vor dem militärischen Ausgang des Ukraine-Kriegs zeichnen sich Gewinner und Verlierer ab. Das Untergrundblättle

Konzerne erhalten Zugriff auf indigenes Land

Neues Gesetz in Brasilien erlaubt Bergbau und Wasserkraft in indigenen Territorien. Ukraine-Krieg als Vorwand für beschleunigtes Verfahren. Massive Proteste gegen Raub indigenen Landes und drohende Umweltzerstörung. Amerika 21

"Für das Leben und den Frieden in der Welt"

Bewegungen in Lateinamerika gegen den Ukraine-Krieg. "Russische Armee raus aus der Ukraine", "Weder Selenskyj noch Putin – Schluss mit dem Krieg". Amerika 21

Den Frieden fördern, nicht den Krieg

Gewalt, Krisen und Spannungen beherrschen die Schlagzeilen. Angst und Feindbilder bauen sich auf, Rufe nach Zäunen und Abschottung sowie Forderungen nach stärkeren Sicher-heitsapparaten und Aufrüstung werden lauter. Zivile Konfliktbearbeitung

Die Geschichte der Impfgegner

Die Auseinandersetzung ums Impfen ist so alt wie die Impfpflicht in Deutschland. Sie wurde 1874 vom Reichskanzler Bismarck eingeführt, um der Pocken Herr zu werden. Denn bei der letzten großen Pockenepidemie 1870 und 1873 in Deutschland mit mehr als 400.000 Erkrankten starben 181.000 Menschen.

Quellen der Impfskepsis

In deutschsprachigen Ländern herrscht besonderes Misstrauen gegenüber der Impfung. Worauf ist das zurückzu-führen? Artikel in der taz

Polizei in Kolumbien feiert mit Nazi-Symbolen

Polizeischule in Kolumbien feiert mit Hakenkreuzen die Kooperation mit Deutschland. Der Vorfall fand zwei Wochen nach Abschluss eines Militärabkommens zwischen den beiden Ländern statt. Artikel bei Amerika 21

Militärabkommen mit Kolumbien

Unglaublich aber wahr - Menschen- und Gewerkschaftsrechte spielen keine Rolle: Kolumbien sei das erste lateinamerikanische Land, mit dem Deutschland ein Abkommen "in Themen der Verteidigung" abschließt. Warum das so ist, erklärte der deutsche Botschafter in Kolumbien: Weil Kolumbien "ein hervorragender Verbündeter im Bereich der Gestaltung, Ausbildung und Kooperation in diesem Sektor ist. Einfach deshalb. Vielen Dank Herr Minister." Artikel bei Amerika21

Menschenrechtslage in Kolumbien dramatisch

Ein Toter und zahlreiche Verletzte bei Demonstrationen gegen sexuelle Gewalt seitens der Polizei. Militärpolizei ESMAD zielt mit Munitionswerfern auf Protestierende. Laut der "Kampagne Freiheit verteidigen, eine Angelegenheit Aller" sind 49 durch Polizeigewalt getötete Demonstrant:innen im Zuge der Proteste seit dem 28. April zu verzeichnen.

Solidarität aus Belgien für die Streikenden in Kolumbien

Und Deutschland

Landesweiter Streik in Kolumbien

37 Tote und 87 Verschwundene, große Demonstrationen am Mittwoch, brutale Polizeigewalt auch mit Feuerwaffen, Internet-Blockaden. Seit dem 28. April hat die Menschenrechtsorganisation "Erdbeben" (Temblores) landesweit über 1.700 Fälle von Polizeigewalt registriert. Dazu zählen unter anderem Fälle sexueller Gewalt, Augen-verletzungen, willkürliche Festnahmen und viele Verletzte.

Ex-Militärs zu Ermordungen in Kolumbien

Im Zeitraum 2002 bis 2008 wurden mindestens 6.402 Personen vom kolumbianischen Militär getötet, um sie als gefallene Guerillakämpfer:innen auszugeben.

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Der reuige Mörder

23.06.2022

Ernesto Che Guevara, der argentinische Arzt und Kommandant der Befreiungsarmee Boliviens, war asthmakrank. Im September 1967 befanden sich die Überlebenden seiner Guerrilla militärisch in einer desolaten Lage. Sie waren gesundheitlich geschädigt und hatten nicht genug zu essen.

Die Eliteregimente der bolivianischen Armee hatten mit Unterstützung von Agenten der nordamerikanischen CIA das trockene, dünnbesiedelte Gebiet im Süd­osten Boliviens, in dem die Guerrillakämpfer seit mehr als zwei Jahren operierten, nahezu vollständig eingeschlossen.

In der Zeitung «El Deber» veröffentlichte Mario Terán einen Dankesbrief an das kubanische Volk.

«BLEIB RUHIG UND ZIEL GUT». An der Carretera Central, der Strasse, die die Hauptstadt La Paz mit der tropischen Wirtschaftsmetropole Santa Cruz de la Sierra verbindet, liegt das Dorf Samaipata. In der dortigen Apotheke wollte Guevara dringend benötigte Medikamente gegen seine erstickenden Asthmaanfälle kaufen.

Westlich der Carretera beginnen die von Minen durchsetzten Urwälder von Cochabamba. Mehrere Guerrilleros drängten Guevara, bei den aufständischen Minenarbeitern Hilfe und Schutz zu suchen. Che lehnte ab: «Wir kehren zurück an den Rio Grande. Den hungrigen Bauern und ihren ­Familien haben wir versprochen, dass wir bis zum Tod für ihre Befreiung kämpfen werden.»

Einige Wochen später zerschmetterte in der Quebrada del Yurio, einer Schlucht zwischen zwei Bergketten, die Kugel eines bolivianischen Rangers den rechten Arm Guevaras. Er wurde gefangen genommen und mit zwei Kameraden in die kleine Schule des Dorfes La Higuera gebracht. Dort wurde er in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober vom Unteroffizier Mario Terán mit einem Sturmgewehr der Schweizer Firma SIG Neuhausen erschossen.

Terán gab später zu Protokoll: «Ich trat in den dämmrigen Raum. In diesem Augenblick sah ich Che, gross, sehr gross, riesig. Seine Augen leuchteten hell. «Bleib ruhig», sagte er zu mir. «Und ziel gut. Du wirst einen Menschen töten.»

DIE RACHE. Kubanische Rächer und europäische Internationalisten verfolgten in den nachfolgenden Jahren die an der Ermordung Ches beteiligten Täter. Der damalige bolivianische Staatspräsident und Luftwaffengeneral René Barrientos stürzte in einem brennenden Hubschrauber zu Tode. Garry Prado, Hauptmann der Ranger-Einheit in La Higuera, überlebte knapp ein Attentat und ist seitdem gelähmt. Der Geheimdienstchef Roberto Quintanilla Pereira wurde als Generalkonsul nach Hamburg versetzt. Die deutsch-bolivianische Internationalistin Monika Ertl erschoss ihn am 1. April 1971 in seinem Büro. Nur Mario Terán blieb unversehrt. Die CIA behütete ihn.

Trotzdem ist sein Schicksal erstaunlich. Tag und Nacht quälten ihn Gewissensbisse. 2005 wurde erstmals in der Geschichte des Kontinents ein Indigener, der Aymara Evo Morales, zum neuen bolivianischen Staatschef gewählt. Kubanische Ärzte kamen ins Land. Sie operierten kompetent und gratis den grauen Star. Auch Mario Terán verdankt ihnen sein Augenlicht. In der Zeitung «El Deber» veröffentlichte er einen Dankesbrief an das kubanische Volk.
Mario Terán ist dieser Tage 80jährig in seiner Heimatstadt Santa Cruz an Prostatakrebs verstorben.

Jean Ziegler ist Soziologe, Vizepräsident des beratenden Ausschusses des Uno-Menschenrechtsrates und Autor. Sein im letzten Jahr im ­Verlag Bertelsmann (München) erschienenes Buch Die Schande Europas. Von Flüchtlingen und Menschenrechten kam jetzt als Taschenbuch mit einem neuen, stark erweiterten Vorwort heraus.

 
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Termine für den Zeitraum Juni 2022 bis Juli 2022

Juni 2022
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
16. bis 19.06.2022 NaturFreundehaus Köln-Kalk · Kapellenstr. 9a · 51105 Köln Ökosozialistische Konferenz der Internationalen Sozialistischen Organisation

Klima – Klasse – Widerstand
29.06.2022 18:30 Für den Zugang zur Konferenz bitte anmelden bei wupff@proton.me Beendet den Krieg! Willi van Ooyen (Friedensforum)
Uwe Foullong, Verdi-Gewerkschaftssekretär
 

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