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Egal welche politischen Gründe für Krieg vorgegeben werden, der tiefer liegende Grund ist immer wirtschaftlicher Natur. Alan J. P. Taylor (1906-1990)

Pestizid-Forscherin muss Brasilien verlassen

Larissa Mies Bombardi, Professorin an der Universidade de São Paulo, wird nach eigenen Angaben bedroht und ins Exil gezwungen.

Regime-Change-Gruppe verliert weiteres Mitglied

Argentinien hat die sogenannte Lima-Gruppe verlassen.

Hunderte Organisationen gegen EU-Mercosur-Freihandel

Über 450 soziale Organisationen aus Lateinamerika und Europa haben sich am 15. März öffentlich gegen das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Wirtschaftsblock Markt des Südens (Mercosur) ausgesprochen.

Aussagen von ex-Militärs zu Ermordungen in Kolumbien

Im Zeitraum 2002 bis 2008 wurden mindestens 6.402 Personen vom kolumbianischen Militär getötet, um sie als gefallene Guerillakämpfer:innen auszugeben. Im Zusammenhang mit der damaligen Politik habe das Militär unter Druck gestanden, Ergebnisse im Kampf gegen die Guerilla zu liefern.

Bayer macht Druck wegen Glyphosat-Verbot

Ab 2024 soll der Einsatz des Pflanzengiftes in Mexiko verboten sein. Bayer versucht mit US-Hilfe, Einfluss auf die Entscheidung zu nehmen.

info-faktencheck

Solidarität in Zeiten der Pandemie!

Brasilien: Streik gegen Präsenzunterricht

Null Arbeitsschutz: Seit Anfang Februar wehren sich Gewerkschaften und Lehrpersonal gegen geplanten Schuleröffnungen in Rio de Janeiro und São Paulo.

Kolumbien

Inmitten der politischen Morde an Sozialaktiven hat auch die Bewegung des Menschlichen Kolumbiens (Colombia Humana, CH) den Beginn einer Vernichtungskampagne gegen ihre Mitglieder angeprangert. Bislang sind zwölf CH-Mitglieder ermordet und über 100 mit dem Tod bedroht worden.

Buchempfehlung

Das System Tönnies bei der Buchmacherei.

Die Argumente der Coronaleugner

Die Debatte über die Corona-Pandemie wird in linken Kreisen kontrovers, oft auch verbissen geführt. Die Gefahren des Virus werden relativiert oder bestritten oder in einen großen Plan gebettet.

Start/News

Offener Brief: Dank an das medizinische Personal - Kritik an Gesundheitspolitik

17.03.2020

Als Gewerkschafter*innen für Klimaschutz ist der Gesundheitsschutz unserer Initiative ein besonderes Anliegen. Daher wollen wir angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen und der Krise im Gesundheitssystem unsere Aktivitäten erweitern und laden dazu ein, folgenden Aufruf zu unterstützen.

GewerkschafterInnen für Klimaschutz (und Gesundheitsschutz)

Das Szenario:
Im Krankenhaus liegt ein Patient im Intensivbett, um ihn herum tun Ärzte und Pflegekräfte alles, um sein Leben zu retten. Dies könnte sich in naher Zukunft drastisch ändern. Einer Patientin wird geholfen, einer anderen, älteren oder vorerkrankten, wird attestiert, dass ihre Überlebenschancen geringer sind. Sie bekommt keine Hilfe mehr - es wird auf den Tod gewartet. Diese Auslese wird Triage genannt. Triage bezeichnet ein nicht gesetzlich kodifiziertes oder methodisch spezifiziertes Verfahren der Priorisierung medizinischer Hilfeleistung. Es wurde insbesondere bei unerwartet hohem Aufkommen an Patienten und objektiv unzureichenden Ressourcen angewandt (bislang zu Zeiten von Kriegen usw.).

Die Ursachen:
Immer mehr Krankenhäuser wurden privatisiert und werden seitdem in einem unternehmerischen Sinn geleitet, d. h. es steht nicht mehr die Gesundheit der Patienten im Vordergrund, sondern die erwarteten Gewinne. Stand 2017 gab es 560 öffentliche, 662 freigemeinnützige/kirchliche und 720 (!) private Krankenhäuser. Dem Zwang wirtschaftlich zu arbeiten unterstehen aber alle Krankenhäuser.
Um Gewinne zu maximieren, wird an allen Ecken gespart. Dies ist im unternehmerischen Sinne notwendig, da mehrere Krankenhauskonzerne miteinander konkurrieren. Gleichzeitig werden die Mittel drastisch begrenzt.
Zuerst wird die Bettenanzahl reduziert, auch durch Schließung von kleineren, für die Betreiber unrentablen Häusern, die jedoch wichtig für die örtliche Grundversorgung sind. Dann wird am Personal gespart. Dies geschieht durch zu niedrige Löhne und rigorosen Personalabbau, außerdem werden nicht medizinische Leistungen wie Reinigung, Großküche, Wäscherei an Fremdfirmen ausgelagert - oftmals zu Lasten der Arbeitnehmer/innen und der Qualität. Die verbleibenden Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte stehen unter enormen Druck durch die Arbeitsverdichtung: Die Last liegt auf immer weniger Schultern.
Zum Problem Fallpauschalen verweisen wir auf einen Artikel von Kalle Kunkel https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-kern-der-deutschen-krankenhausmisere
Zur Zeit fehlen 4700 Pflegekräfte in der Intensivmedizin, und das obwohl die Bettenzahl drastisch zu niedrig ist. Der Mangel an Pflegekräften wurde in den letzten Jahren immer größer.
Nach Berechnungen von ver.di fehlen in Krankenhäusern bundesweit 162.000 Stellen, darunter 70.000 Pflegerinnen und Pfleger in 2015, Tendenz steigend.

Deshalb fordern wir:

  • keine weitere Privatisierung und Schließung von Krankenhäusern, bzw. Rückführung in die Öffentliche Hand
  • hohe Extrabesteuerung der Gewinne von Krankenhauskonzernen und Rückführung des Geldes in das Gesundheitswesen
  • hohe Zuflüsse von Mitteln aus dem Bund in das Gesundheitswesen
  • finanziert unter anderem durch Verringerung der Rüstungsausgaben und Streichung der überhöhten Ausgleichszahlungen an Energiekonzern für den Kohleausstieg
  • Pflegenotstand bekämpfen durch massive Neueinstellungen und Erhöhung der Ausbildungszahlen
  • Erhöhung der Einkommen der Pflegekräfte. Dadurch werden Pflegeberufe wieder attraktiv für junge Menschen und die Abwanderung in andere Berufe oder ins Ausland wird gestoppt.
  • vernünftige Arbeitszeiten von 35 Stunden regulärer Wochenarbeitszeit
  • die unverantwortliche Abwerbung von ausländischen Fachkräften aus dem medizinischen Bereich auf Kosten der Herkunftsländer einstellen
  • Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten an deutschen Hochschulen verbessern und stärken, ohne numerus clausus. (Wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, gab es im Wintersemester 1990/1991 noch über 95.000 Studierende der Medizin. Ihre Zahl sank bis zum Wintersemester 2015/2016 auf knapp unter 90.000.)
  • Ausbildung von Pflegekräften verbessern und stärken
  • geplante Aufnahme von Flüchtlingen in hoher Zahl und ihnen gleichzeitig eine Ausbildung und Eingliederung vornehmlich im Gesundheitswesen ermöglichen, je nach Vorbildung als Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte usw.

Dafür setzen wir uns ein. Wir wollen ein Gesundheitswesen für die Menschen und nicht für den Profit! Unser Dank gilt ganz besonders dem medizinischen Personal, aber auch den vielen anderen Kolleginnen und Kollegen für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur.

 
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Termine für den Zeitraum März 2021 bis Oktober 2021

März 2021
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
05.03.2021 16 Uhr VideoKonferenz 150 Jahre Rosa Luxemburg: Neue Perspektiven auf Leben, Werk und Nachwirken
Internationale Konferenz
18.03.2021 19:00 Zoom-VideoKonferenz ZeroCovid wie weiter Winfried Wolf
19.03.2021 Fridays for Future- Vorfahrt für einen sozial gerechten Klimaschutz!
08.03.2021 10 - 20 Internationaler Frauentag
24.03.2021 18 - 20 Online-Veranstaltung mit Liveübertragung auf Facebook Gelben Hand gegen Rassismus Ferda Ataman, Journalistin, Vorsitzende der Neuen Deutschen Medienmacher*innen
Hivzi Kalayci, Gewerkschaftssekretär (IG BAU)
Heike Kleffner
April 2021
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
01. bis 05.04.2021 Ostermarsch
AntikriegsDemonstrationen und Kundgebungen
10.04.2021 DACH ZeroCovid ActionDay 10. April
10.04.2021 17 - 19:45 Zoom Videokonferenz Aktionstag der ZeroCovid-Kampagne Zoom Herbert Jauch, Winfried Wolf, u.a.
Mai 2021
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
01.05.2021 1.Mai, internationale Kampftag


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