Asunción. Als eine seiner ersten Amtshandlungen sendet der frisch vereidigte Präsident Paraguays, Horacio Cartes, das Militär in die nördlichen Bezirke Concepción und San Pedro. Er reagierte damit auf Aktionen der Guerillabewegung "Ejército del Pueblo Paraguayo" (EPP, Volksarmee Paraguays) am vergangenen Wochenende.
Die EPP bezeichnet sich selbst als marxistisch-leninistisch und ist in Paraguay im März 2008 erstmals in Erscheinung getreten. Sie soll aus der linken Partei Patria Libre hervorgegangen sein und vor allem im Norden des Landes operieren ...
Der Einsatz der Armee ist umstritten, hatte die Regierung Cartes doch vor ihrem Amtsantritt ausgeschlossen, Militär im eigenen Land einzusetzen. Verteidigungsminister Estigarriba rechtfertigte den Einsatz damit, dass das Militär nur zur Kontrolle und Unterstützung der Polizeiarbeit eingesetzt werde. Er schloss jedoch nicht aus, dass die Kompetenzen des Militärs in Zukunft erweitert werden. Auch wie lange der Einsatz des Militärs dauern wird, bleibt offen.
|