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Whistleblower sucht Asyl
10.06.2013 | 13:36 Uhr

NSA (National Security Agency)-Dokumente enthüllen die weltweite Lauschaktivität der NSA. Deutschland ist in Europa das Land, aus dem am meisten Daten abgesaugt werden. Die NSA ist der größte und finanziell am besten ausgestattete Militärnachrichtendienst der Vereinigten Staaten.

Der Informant der US-Überwachungsaffäre sucht weltweit Asyl. Der 29-jährige Techniker Edward Snowden bittet um Aufnahme "in jedem Land, das an Redefreiheit glaubt und dagegen eintritt, die weltweite Privatsphäre zu opfern", sagte er der Washington Post.

Snowden hatte sich am Sonntag selbst enttarnt und preisgegeben, dass er geheime Informationen über die umfangreiche Internet-Überwachung der US-Geheimdienste an Medien weitergegeben hat. Er ist ein ehemaliger CIA-Mitarbeiter, der zuletzt beim Abhördienst NSA im Einsatz war.

Snowden war nach eigenen Angaben die vergangenen vier Jahre als Mitarbeiter externer Unternehmen bei der NSA tätig. Nach den von ihm enthüllten Dokumenten sammelt der US-Geheimdienst in großem Stil Daten bei Internet-Diensten wie Google, Facebook, Microsoft, Apple und Yahoo.

Er wolle mit dem Geheimnisverrat die ausufernde Überwachung öffentlich machen, sagte Snowden dem britischen Guardian. Er war vor rund drei Wochen mit geheimen NSA-Dokumenten nach Hongkong geflohen.

In Washington forderten Politiker eine Auslieferung Snowdens.

Interview mit Snowden (engl.)
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-06/asyl-nsa-whistleblower-datensammlung

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39287/1.html#39287_1



Link:  Die Zeit

 
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