Belegschaftsinitiativen und betriebliche Konversion
Einladung zum Politischen Frühstück
Am 15. September, 10-14 Uhr, Alte Feuerwache, Gathe 6, Wuppertal
Der internationale Automobilzulieferer GKN Automotive hat mehrere Standorte geschlossen. Seit drei Jahren halten die Kolleg*innen in Florenz ihren Betrieb besetzt und wollen ihn in eigener Hand forrtführen. Das Arbeitskollektiv hat Bündnisse mit Fridays for Future, LandwirtschaIsverbänden und Politiker*innen geschmiedet. Mit Unterstützung der örtlichen Universität haben sie begonnen, statt Autowellen Lastenfahrräder zu produzieren. Wir wollen mit Gewerkschafter*innen, Aktivist*innen aus der Klimabewegung und weiteren Interessierten diskutieren, wie sozialökologische Transformation in Betrieben gelingen kann.
Kommen wird Kathy Ziegler, Journalistin und Gewerkschafterin aus Köln, die von dem Kampf der Belegschaft in Florenz berichten wird. Dabei sein wird auch Thorsten Donnermeier, Vertrauensmann bei VW Kassel, wo sich eine Belegschaftsinitiative mit Namen „VW für Alle“ für die VerkehrsWende und „Vergesellschaftung Wagen“ engagiert. Rainer Lucas berichtet über aufgegebene Industrieareale in Wuppertal und Initiativen zur Flächenkonversion als Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Wir wollen dabei diskutieren, wie im Bergischen Land eine Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaftsbewegung und Klimabewegung aussehen kann.
Dazu laden alle interessierten Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen zur aktiven Teilnahme an der Veranstaltung ein.
Veranstaltung des Informationsbüro Nicaragua und der Gewerkschafter*innen und Gewerkschafter für Klimaschutz


Eine internationale Koalition aus sozialen Bewegungen, Gewerk-schaften und humanitären Organisationen hat angekündigt, im März einen Schiffskonvoi mit Lebensmitteln und Medikamenten nach Kuba zu entsenden. Die Initiative reagiert auf die Versorgungslage infolge der US-Energieblockade, durch die keine Erdöllieferungen mehr in Kuba ankommen. amerika21
Brasilianische Gewerkschaften und soziale Bewegungen erhöhen den Druck, Treibstoff nach Kuba zu liefern. Mit dem Start der Kampagne "Öl für Kuba" haben sich die solidarischen Kräfte gebündelt. Amerika 21
Die kubanische Gesellschaft ist geschockt über den Angriff des US-Militärs. Bereits nach ersten Analysen kubanischer Sicherheitsexperten wurde klar, dass die als "Staatsterror" eingestufte Militäraktion von den US-Spezialeinheiten durch den Zusammenbruch der Verteidigungs-, Geheimdienst- und Spionageabwehr-struktur Venezuelas ermöglicht wurde. Kubanische Beobachter vermuten einen Verrat.
Beim Angriff der Vereinigten Staaten wurden unter anderem 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet, von denen einige im unmittelbaren Schutzring um den Präsidenten Maduro mehr als zwei Stunden Widerstand gegen die Aggressoren leisteten, aber von venezolanischen Militärs keinerlei Unterstützung erhielten. ....Amerika21
Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. in Tübingen hat eine Handlungshilfe für Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute veröffentlicht:

„Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon. Er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich scheint mir der Krieg …“.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt, müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos… Kriegsmüde hat man immer zu sein, d.h. nicht nachdem, sondern ehe man einen Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen…
Karl Kraus, 1918
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