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Union Busting der Tesla-Geschäftsführung laut IGM

12.02.2026

Nach Aussagen des Tesla-Werkleiter Grünheide hat ein hauptamtlicher IG Metaller heimlich eine Betriebsratssitzung aufgenommen.
Einige Stunden nach dem Vorfall verschickte Tesla-Werkleiter André Thierig eine E-Mail an alle Beschäftigten im Werk und erklärte, ein Gewerkschaftssekretär der IG Metall habe die Betriebsratssitzung aufgezeichnet und damit eine Straftat begangen.

Jan Otto, Leiter des IG-Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, sagte, die Gewerkschaft sei harte Wahlkämpfe gewohnt. "Aber hier ist jedes Maß und offenbar auch jedes demokratische Bewusstsein verloren gegangen", sagte er

Anfang März 2026 wählen rund 10.700 Tesla Arbeiter und Angestellte einen neuen Betriebsrat.

 

Handlanger der Rüstungsindustrie: IGM

10.02.2026

Der Bundesverband der Deutschen Luft‑ und Raumfahrtindustrie (BDLI) und die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) befürworten, innerhalb des europäischen Luftkampfsystems FCAS (Future Combat Air System) künftig auf eine Zwei‑Flugzeuge‑Lösung zu setzen. FCAS sieht die Entwicklung einer neuen Flugzeuggeneration, Begleitdrohnen und einer vernetzenden „Combat Cloud“ vor. Industrie und Gewerkschaft sind der Überzeugung, dass die Zwei‑Flugzeuge‑Lösung den Weg für klare Verhältnisse und Perspektiven freimacht: Damit würden nicht nur der aktuelle Dissens, sondern auch Planungsunsicherheiten beseitigt. Gerade für Deutschland eröffnen sich neue industriepolitische Chancen.

Auszug Pressemitteilung BDLI

 

Wenn Mitbestimmung stört - Wie Siemens Energy eine Betriebsratswahl beeinflusst

09.02.2026

Was derzeit am Siemens-Energy-Standort Erlangen geschieht, ist mehr als ein arbeitsrechtlicher Einzelfall. Der Vorgang wirft grundsätzliche Fragen zum Schutz von Betriebsratsmitgliedern und zur Realität betrieblicher Mitbestimmung auf. Im Zentrum steht die Betriebsrätin Isabella Paape – und die gezielte Behinderung einer Betriebsratswahl.

Betriebsrätin Isabella Paape | Foto: privat

Isabella Paape arbeitet seit 2002 bei Siemens, seit über zehn Jahren ist sie Betriebsrätin. Mitte November 2025 sprach Siemens Energy eine fristlose Kündigung gegen sie aus – ohne auch nur einen konkreten Kündigungsgrund zu nennen. Gleichzeitig erhielt sie Hausverbot, ihr Zugang zum Intranet des Betriebs wurde gesperrt. Für eine gewählte Interessenvertreterin ist das ein massiver Eingriff in die Amtsausübung.
Kündigung kurz vor der Wahl – kein Zufall

 

Vollständiger Artikel: hier von Gerhard Klas, Februar 2026

 

Nachruf aus Wuppertal zum Tod von Rolf Becker

15.01.2026

Rolf fehlt

Am Mittwoch, den 7. Januar 2026 fanden in Hamburg Trauerfeier und Beisetzung des Schauspielers und politischen Aktivisten Rolf Becker statt. Die St. Georgskirche war voll besetzt, und es sprach eine Reihe von Menschen aus den verschiedensten Zusammenhängen, die mit dem Toten in Verbindung standen und ihm nun die letzte Ehre erwiesen. Den Ablauf des Abschieds hatte Rolf selbst festgelegt. Er war sehr bewegend, traurig aber auch schön in der Vielfalt und Wärme, die zum Ausdruck kam.

Rolf war dieser Kirche, direkt neben dem Schauspielhaus gelegen, sehr verbunden, ein Beweis dafür, wie übergreifend er verankert war. Die Trauerfeier eines Atheisten in seiner Lieblingskirche, gewürdigt durch Reden von Schauspielerkollegen, einem Mitglied des Ausschwitzkomitees, einem Gewerkschafter der ehemaligen Gewerkschaft Druck und Papier, einer Kollegin der GEW, einer Genossin aus seiner Gruppe Arbeiterpolitik, der Ratsvorsitzenden der EKD und natürlich und zuerst von seiner Familie. Es wurde Musik von Mikis Theodorakis am Klavier gespielt für Rolf, der so solidarisch auch mit den griechischen sozialen Bewegungen war. Beim Hinausgehen erklang „Der Traum ist aus“ von Ton, Steine Scherben. Es war ein Erlebnis.

Die Urnenbeisetzung fand auf dem Ohlsdorfer Friedhof auf dem Gräberfeld der Opfer von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft statt.

Rückblick

Am 12. Dezember 2025 starb Rolf Becker. Wir lernten ihn als Menschen kennen, der...

Parteigründung Deine Partei ‘Your Party’ in GB

29.11.2025

Trotz der Streitigkeiten, die ihren Start überschattet haben, ist die Gründungskonferenz von „Deine Partei“ an diesem Wochenende ein wichtiger Moment. Die Massenbewegung, die sich um Corbyns (Foto) und Zarah Sultanas Führung formierte, ist von bleibender Bedeutung.

Derzeit nutzt die extreme Rechte die jetzige politische Lage am erfolgreichsten aus: Dies verleiht dem Aufbau einer linken Massenbewegung zusätzliche Dringlichkeit.

Gewerkschaften in der Zeitenwende

28.11.2025

Wir müssen die Debatte in den Gewerkschaften darüber, welche Rolle die Gewerkschaften in der Friedensbewegung und in den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen spielen wollen, organisieren. Warum? Weil die Bundesregierung zu einer Politik offener Kriegsvorbereitungen übergegangen ist und weil ein Blick in Geschichte und Gegenwart zeigt: Kriegsvorbereitungen und auch der Krieg selbst gingen stets mit enormen Eingriffen in Arbeits- und Gewerkschaftsrechte einher....

Ein Vortrag von Ulrike Eifler im November bei der Ver.di-Linke NRW

als Podcast

https://www.baso-news.de/Baso/Prgs/PodcastGenerator/

ver.di-Bundesvorstand kündigt Akman erneut fristlos!

01.11.2025

Am Dienstag, 28. Oktober 2025, erhielt der verdi Beschäftigte Akman (siehe auch Info 15.10. vorheriger Artikel) von ver.di eine außerordentliche Kündigung seines Arbeitsverhältnisses mit sofortiger Wirkung. Eine Begründung war dem Kündigungsschreiben nicht beigefügt. Ebenso wurden ihm die zuvor in einer Anhörung vom Betriebsrat geäußerten Bedenken nicht überreicht.

https://orhan-akman.de/2025/10/illegal-beschaffte-unterlagen-haltlose-vorwuerfe-ver-di-bundesvorstand-kuendigt-mir-erneut-fristlos/

 

 

Lieferando-Streik

01.11.2025

Am 23. Oktober 2025 haben in Berlin hunderte Lieferando Fahrer*innen gestreikt. Sie kämpfen gegen Entlassungen und eine weitere Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen.

https://www.labournet.tv/de/videos/lieferando_streik

Porsche verliert vollständig an Geschwindigkeit

25.10.2025

Vor 2 Wochen führte ein Betriebsrat von VW in einer Veranstaltung  aus, dass die Zeit von Porsche vorbei ist.

Heute meldet Golem, das Handelsblat und andere,:

Porsche meldet einen Gewinneinbruch von fast 96 Prozent in den ersten drei Quartalen 2025. Das Ergebnis nach Steuern sank auf 114 Millionen Euro, verglichen mit 2,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal rutschte das Unternehmen sogar in die Verlustzone.

 

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Gewerkschaftstag der IGBCE am Sonntag ohne Kampfansage eröffnet

21.10.2025

Der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis, fand vor dem
gewerkschaftsfreundlich gesonnenen Publikum am Sonntag, zu dem IG-Metall-Chefin Christiane Benner und der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke gehörten, unverbindliche Worte mit Blick auf Firmenchefs und Manager: 

  • ”Verantwortungsflüchtige in den Chefetagen, die verlagern, abbauen und einsparen, statt die Zukunft dieses Landes mitzugestalten, verdienen ihre geliehenen Privilegien und hohen Gehälter nicht”, befand er. 
  • Es falle negativ auf, dass sich viele Unternehmer und Superreiche seit Jahren mit Investitionen im Land zurückhielten. Deshalb sei die Zeit “reif für einen Solidarbeitrag der Superreichen zur Krisenbekämpfung”.
  • Auch kritisierte Vassiliadis die Angriffe der Bundesregierung auf Regelungen zur Arbeitszeit, das bisherige Bürgergeld oder das Renteneintrittsalter. Das alles sei “ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die sich sowieso schon um ihren Job und ihre Zukunft sorgen.” 
    DGB-Chefin Fahimi lobte
  •  das von der Bundesregierung aufgelegte Sondervermögen für Investitionen, das sie allerdings mit der Forderung verknüpfte, die Ausgabe des Geldes an klare Bedingungen wie Tarifbindung und Standorttreue zu knüpfen.
  • Nötig seien außerdem spürbare Entlastungen bei den Energiekosten.

 

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Ver.di-Zentrale Berlin mit Prozesverlusten gegen Beschäftigten Akman

15.10.2025

Das Problem?
Im Frühjahr 2022 kündigte Orhan Akman, so heißt der Kollege, um den es geht, seine Kandidatur für den Bundesvorstand an, trat auf dem Gewerkschaftskongress 2023 als Kritiker einer für ihn zu sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaftslinie auf und bekam ein Viertel der Stimmen. Schon nach seiner Ankündigung berief der Bundesvorstand von Ver.di ihn Ende August 2022 als Bundesfachgruppenleiter ab, danach wurde er von der Arbeit freigestellt und mehrfach fristlos gekündigt; gut 22 Jahre als hauptamtlicher politischer Gewerkschaftssekretär bei Ver.di hatte er damals auf dem Buckel.

Hier weitere Infos und die Unterschriftenliste gegen die Kündigungen

/https://www.work-watch.de/2025/10/stunk-der-ver-di-zentrale-berlin/

 

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Kein Transport für Völkermord! Sofortige Rücknahme der Kündigung Christophers!

07.10.2025

Ende August beteiligten sich 600 bis 700 Menschen an einem Marsch zum Flughafen Leipzig/Halle. Vor dem Flughafen und den Hallen von DHL forderten sie auf einer Kundgebung ein Ende aller Transporte von Rüstungsgütern an den Staat Israel.

Unter den Teilnehmern des Marsches war Christopher, ver.di-Vertrauensmann bei DHL. In seiner Rede verwies er auf Beispiele aus Griechenland und Italien, wo Hafenarbeiter Waffenlieferungen an den Staat Israel durch Streiks und Blockaden verhinderten. Unter Beifall führte er aus:

„Wir können uns nicht darauf verlassen, dass DHL zu der Einsicht gelangt, dass diese Lieferungen verwerflich sind, denn für die ist das ein Riesengeschäft. Wir müssen auf unsere eigene Kraft vertrauen. (…) Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter – kein Transport für Völkermord!“

Die vollständige Rede ist hier dokumentiert: https://archive.org/details/rededhl2308

Wegen seiner Rede wurde Christopher von DHL erst freigestellt und inzwischen fristlos gekündigt.

https://www.gewerkschafter4gaza.de/dhl-petition

 

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Verdi: keine Gewöhnung an Krieg! Red Storm Bravo Manöver in Hamburg

23.09.2025

Informationen über rechtliche Möglichkeiten bei einem Gewissenskonflikt von betroffenen Beschäftigten

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vom 25. bis 27. September findet in Hamburg das Bundeswehrmanöver Red Storm Bravo statt. Als Landesbezirksfachbereichsvorstand B ver.di Hamburg treten wir dafür ein, dass Konflikte und Kriege auf diplomatischem Wege gelöst werden.

 Das NATO Manöver in Hamburg schürt Ängste, schafft Feindbilder und soll die Menschen in unserer Stadt an den Krieg gewöhnen. Bei Menschen mit eigener oder familiärer Kriegserfahrung, können diese Manöver auch Retraumatisierungen auslösen, zumal sie direkt vor der Haustür, im bisher sicheren direkten Lebensumfeld abgehalten werden.

 Während viel Geld für solche Manöver und noch wesentlich mehr Geld für die Rüstung ausgegeben wird, fehlt dieses Geld gerade in Bereichen wie der zivilen Infrastruktur, in sozialen Bereichen, im öffentlichen Nahverkehr und auch im öffentlichen Dienst.

 Wir wenden uns gegen jeden Demokratieabbau, auch, wenn er im Namen der so genannten „Kriegstüchtigkeit“ erfolgt - insbesondere gegen die Möglichkeit zukünftiger Einschränkungen unseres Streikrechts.

 

Gezeichnet: Landesbezirksfachbereichsvorstand des Fachbereiches Öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherung und Verkehr Hamburg

weiterführende Info von Verdi

Info aus: verdi-Linke NRW; Informationen zu Red Storm Bravo

 

Gegen Rechts argumentieren: 100000 Rechtsradikale in London

21.09.2025

Morning Star 18.9.25

Weit über 100.000 Menschen versammelten sich letztes Wochenende in London unter dem Banner von „Tommy Robinson“ – eigentlich Stephen Yaxley-Lennon – einem berüchtigten und gewalttätigen Faschisten und Betrüger mit mehreren Vorstrafen...

Die Linke muss sich fragen: Warum? Gibt es in Großbritannien so viele Faschisten.

Soziale Medien haben das Problem exponentiell verschärft....

Es liegt auch an der herrschenden Klasse und den globalen Superreichen, die diese Woche in Windsor Castle dem Anführer der internationalen extremen Rechten, Donald Trump, nacheifern.

 

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