Ein Artikel auf Grundlage von Alwin Altenwald vom 4.9.2026 in der online Version von
https://gewerkschaftslinke.hamburg/
Am Donnerstagabend wurde der Zukunftsplan von Volkswagen bekanntgegeben:
„Aufsichtsrat stimmt Zukunftsplan 2030 zu: Starkes Signal für die Volkswagen Group“
a, so sieht es aus Sicht der Vertreter des Kapitals aus: Arbeitsplätze und Standorte werden abgebaut – und das wird als „starkes Signal“ bezeichnet.
Für die 50.000 betroffenen Beschäftigten und ihre Familien ist dieser Zukunftsplan allerdings ebenfalls ein starkes Signal – ein Signal für drohenden sozialen Abstieg.
Wie reagieren die Vertreter der IG Metall?
Verdi:
Nach ersten Warnstreiks tausender Beschäftigter an sechs Hafenstandorten Mitte August und einem besseren Angebot der Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde hat sich in den Rückkopplungsgespräche eine große Mehrheit der Hafenbeschäftigten gegen das vorliegende Angebot ausgesprochen. Sie fordern eine Erhöhung der Stundenlöhne von 8,2 Prozent, mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde....
Liebe Kolleg*innen, liebe Sozialstaatsretter*innen,
wir erleben zurzeit den größten Angriff auf den Sozialstaat seit der Nachkriegszeit und dadurch sind wir alle – jede*r von uns – betroffen! Es ist Zeit aufzustehen und Widerstand zu leisten! Dazu brauchen wir dich!
Widerstand muss wachsen – er entsteht nicht von allein. Getreu dem Motto "gut informiert, klar positioniert" laden wir euch zu unserer digitalen Infoveranstaltung "Arbeitnehmer*innenrechte - Abbau gewerkschaftlicher Errungenschaften" ein. | |
Dienstag, den 8. September 2026 von 16:30 Uhr – 18:30 Uhr Da mit Microsoft-Teams nur eine begrenzte Anzahl an Teilnehmenden möglich ist, bitten wir um eine vorherige Anmeldung über Forms. | |
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Den Einwahllink zur Videokonferenz stellen wir euch kurz vor der Infoveranstaltung zur Verfügung.
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Bitte schickt die Einladung auch gerne an interessierte Kolleg*innen weiter und ladet sie ebenfalls ein.
Wir freuen uns auf euch und eure Teilnahme. Eine Veranstaltung von Verdi. |
Vor 2 Wochen führte ein Betriebsrat von VW in einer Veranstaltung aus, dass die Zeit von Porsche vorbei ist.
Heute meldet Golem, das Handelsblat und andere,:
Porsche meldet einen Gewinneinbruch von fast 96 Prozent in den ersten drei Quartalen 2025. Das Ergebnis nach Steuern sank auf 114 Millionen Euro, verglichen mit 2,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal rutschte das Unternehmen sogar in die Verlustzone.
Der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis, fand vor dem
gewerkschaftsfreundlich gesonnenen Publikum am Sonntag, zu dem IG-Metall-Chefin Christiane Benner und der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke gehörten, unverbindliche Worte mit Blick auf Firmenchefs und Manager:
Das Problem?
Im Frühjahr 2022 kündigte Orhan Akman, so heißt der Kollege, um den es geht, seine Kandidatur für den Bundesvorstand an, trat auf dem Gewerkschaftskongress 2023 als Kritiker einer für ihn zu sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaftslinie auf und bekam ein Viertel der Stimmen. Schon nach seiner Ankündigung berief der Bundesvorstand von Ver.di ihn Ende August 2022 als Bundesfachgruppenleiter ab, danach wurde er von der Arbeit freigestellt und mehrfach fristlos gekündigt; gut 22 Jahre als hauptamtlicher politischer Gewerkschaftssekretär bei Ver.di hatte er damals auf dem Buckel.
Hier weitere Infos und die Unterschriftenliste gegen die Kündigungen
/https://www.work-watch.de/2025/10/stunk-der-ver-di-zentrale-berlin/
Ende August beteiligten sich 600 bis 700 Menschen an einem Marsch zum Flughafen Leipzig/Halle. Vor dem Flughafen und den Hallen von DHL forderten sie auf einer Kundgebung ein Ende aller Transporte von Rüstungsgütern an den Staat Israel.
Unter den Teilnehmern des Marsches war Christopher, ver.di-Vertrauensmann bei DHL. In seiner Rede verwies er auf Beispiele aus Griechenland und Italien, wo Hafenarbeiter Waffenlieferungen an den Staat Israel durch Streiks und Blockaden verhinderten. Unter Beifall führte er aus:
„Wir können uns nicht darauf verlassen, dass DHL zu der Einsicht gelangt, dass diese Lieferungen verwerflich sind, denn für die ist das ein Riesengeschäft. Wir müssen auf unsere eigene Kraft vertrauen. (…) Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter – kein Transport für Völkermord!“
Die vollständige Rede ist hier dokumentiert: https://archive.org/details/rededhl2308
Wegen seiner Rede wurde Christopher von DHL erst freigestellt und inzwischen fristlos gekündigt.
https://www.gewerkschafter4gaza.de/dhl-petition
Informationen über rechtliche Möglichkeiten bei einem Gewissenskonflikt von betroffenen Beschäftigten
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
vom 25. bis 27. September findet in Hamburg das Bundeswehrmanöver Red Storm Bravo statt. Als Landesbezirksfachbereichsvorstand B ver.di Hamburg treten wir dafür ein, dass Konflikte und Kriege auf diplomatischem Wege gelöst werden.
Das NATO Manöver in Hamburg schürt Ängste, schafft Feindbilder und soll die Menschen in unserer Stadt an den Krieg gewöhnen. Bei Menschen mit eigener oder familiärer Kriegserfahrung, können diese Manöver auch Retraumatisierungen auslösen, zumal sie direkt vor der Haustür, im bisher sicheren direkten Lebensumfeld abgehalten werden.
Während viel Geld für solche Manöver und noch wesentlich mehr Geld für die Rüstung ausgegeben wird, fehlt dieses Geld gerade in Bereichen wie der zivilen Infrastruktur, in sozialen Bereichen, im öffentlichen Nahverkehr und auch im öffentlichen Dienst.
Wir wenden uns gegen jeden Demokratieabbau, auch, wenn er im Namen der so genannten „Kriegstüchtigkeit“ erfolgt - insbesondere gegen die Möglichkeit zukünftiger Einschränkungen unseres Streikrechts.
Gezeichnet: Landesbezirksfachbereichsvorstand des Fachbereiches Öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherung und Verkehr Hamburg
Info aus: verdi-Linke NRW; Informationen zu Red Storm Bravo
Morning Star 18.9.25
Weit über 100.000 Menschen versammelten sich letztes Wochenende in London unter dem Banner von „Tommy Robinson“ – eigentlich Stephen Yaxley-Lennon – einem berüchtigten und gewalttätigen Faschisten und Betrüger mit mehreren Vorstrafen...
Die Linke muss sich fragen: Warum? Gibt es in Großbritannien so viele Faschisten.
Soziale Medien haben das Problem exponentiell verschärft....
Es liegt auch an der herrschenden Klasse und den globalen Superreichen, die diese Woche in Windsor Castle dem Anführer der internationalen extremen Rechten, Donald Trump, nacheifern.

Samstag, den 5.4.26 sind Tausende Jugendliche in Kuba zum Jahrestag der Gründung der Organización de Pioneros José Martí (OPJM) und des Jugendverbandes der KP, der Unión de Jóvenes Comunistas (UJC), auf die Straße gegangen. Bereits am Donnerstag der vergangenen Woche sind tausende junge Kubaner:innen dem Aufruf des UJC zu einem Protestmarsch gegen die Blockadepolitik der USA gefolgt. Der Demonstrationszug endete vor der US-Botschaft in der kubanischen Hauptstadt. amerika21
Das Netzwerk No Kings meldet Aktionen in allen 50 Bundesstaaten. Organisatoren sprechen von acht Millionen Teilnehmenden. Amerika 21

Brasilianische Gewerkschaften und soziale Bewegungen erhöhen den Druck, Treibstoff nach Kuba zu liefern. Mit dem Start der Kampagne "Öl für Kuba" haben sich die solidarischen Kräfte gebündelt. Amerika 21
Die kubanische Gesellschaft ist geschockt über den Angriff des US-Militärs. Bereits nach ersten Analysen kubanischer Sicherheitsexperten wurde klar, dass die als "Staatsterror" eingestufte Militäraktion von den US-Spezialeinheiten durch den Zusammenbruch der Verteidigungs-, Geheimdienst- und Spionageabwehr-struktur Venezuelas ermöglicht wurde. Kubanische Beobachter vermuten einen Verrat. ....Amerika21
Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. in Tübingen hat eine Handlungshilfe für Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute veröffentlicht:

„Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon. Er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich scheint mir der Krieg …“.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt, müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos… Kriegsmüde hat man immer zu sein, d.h. nicht nachdem, sondern ehe man einen Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen…
Karl Kraus, 1918
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