Am Wochenende des 18. und 19. April fand in Göttingen die zweite bundesweite Schulstreikkonferenz statt.
In einem Abschlussdokument beschlossen die Delegierten: »Solange die Wehrpflicht weiter im Raum steht, werden wir weiter streiken. Wir kämpfen gegen die Wehrpflicht als Teil der aktuellen Kriegsvorbereitung, durch die Hunderte Milliarden in die Aufrüstung gehen, während Bildung und Soziales gekürzt werden.« Sie hielten gemeinsam nächste Schritte für die Bewegung fest. (..) An Schulen wollen wir uns fortan für »Schulen gegen Wehrpflicht« einsetzen, die nicht länger die Bundeswehr bzw. Jugendoffiziere an die Schule einladen. Statt dessen organisieren wir selbst Kriegsdienstverweigerungsberatung und Friedensbildung. (...)
Der nächste Schulstreik gegen Wehrpflicht findet am 8. Mai statt, zum Anlass des 81. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs.
In unserem Aufruf schreiben wir: »Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg, der Bombenhagel verstummte. Danach waren breite Teile der Bevölkerung sich einig: Von deutschem Boden dürfe nie wieder ein Krieg ausgehen. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! war die Losung. In dieser Tradition werden wir am 8. Mai erneut auf die Straße gehen, mit allen, die kein Bock auf Wehrpflicht und den nächsten großen Krieg haben. Wir rufen dazu auf, dass alle Schüler*innen an diesem Tag mit uns streiken. Lehrkräfte, Eltern, Studierende und alle, die uns unterstützen, sind dazu
aufgerufen, mit uns auf die Straße zu gehen.«
Termine für den Zeitraum Juli 2026 bis November 2026