Geboren 1934 in Thun, lehrte er bis zu seiner Pensionierung 2002 Soziologie an der Universität Genf und als ständiger Gastprofessor an der Sorbonne in Paris. Von 2000 bis 2008 war er Uno-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und von 2009 bis 2019 Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des Uno-Menschenrechtsrats.
Mit 18 Jahren verließ der gebürtige Hans Ziegler fluchtartig seine gutbürgerliche Familie in Thun, lernte in Paris Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre kennen und politisierte sich. De Beauvoir verpasste ihm später im Rahmen der Bearbeitung eines seiner Texte für die Zeitschrift Les Temps Modernes den Vornamen Jean. Wichtig waren für ihn auch Begegnungen mit den Führern der kubanischen Revolution. Im Jahr 1964 chauffierte er Che Guevara, den politischer Vertreter Kubas in der UNO bei einer UN-Zuckerkonferenz in Genf.
Mehr zu Jean Ziegler im Interview mit der Zeitung Work anlässlich seines 90. Geburtstags:
https://www.workzeitung.ch/2026/06/ich-glaube-an-die-auferstehung/
BaSo fühlte sich Jean Ziegler in Hinblick auf sein Eintreten für eine gerechte Weltordnung und der Bekämpfung von Hunger und Unterdrückung sehr verbunden. Er erlaubte uns, seine Kolumnen abzudrucken.
Termine für den Zeitraum Juli 2026 bis November 2026