Der Westen verdankt seine hegemoniale Position in der Welt der Überlegenheit seiner militärischen und ökonomischen Gewalt. Rainer Mausfeld beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit gegenwärtigen Kriegen und Konflikten und belegt anhand von Studien aus der vergleichenden Ökonomie, dass die privilegierte Lebensform des Westens wesentlich auf der Ausbeutung schwächerer Länder beruht. Die schwere Krise des Westens lässt deutlich werden, dass die vom Westen geschaffenen ideologischen Scheinwelten mit den auf eine Multipolarität gerichteten geopolitischen Realitäten nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Statt auf diplomatischen Wegen einen Interessenausgleich zwischen Staaten zu suchen, reagiert der Westen auf diese Herausforderung mit einer Steigerung seiner Bereitschaft zu organisierter Gewalt. Aus Angst um einen Machtverlust wechseln seine politischen Eliten in den Endspielmodus blinder Zerstörungsbereitschaft. Sie riskieren lieber eine nukleare Katastrophe, als dass sie eine Begrenzung ihres hegemonialen Anspruchs hinnehmen.
Die »gegenwärtige Krise des Westens« erklärt sich für Mausfeld auch daraus, dass aufstrebende Nationen auf mehr Einfluss und eine gerechtere Weltordnung drängen. Es gehe nun »um das Ganze der Sicherung einer Lebensform, die sich über Hunderte von Jahren auf Kosten der übrigen Welt herausgebildet hat.« Bisherige Machtpolitik maskiert sich nicht mehr.
Im Untertitel steht ein Fragezeichen. Mausfeld legt sich nicht fest, ob es wirklich die »letzte Krise des Westens« ist und wie lange sie dauern wird. Sicher ist nur, dass die sogenannte Zeitenwende von globaler Aufrüstung begleitet ist. Die allerdings geht zu Lasten der Bevölkerung und stellt somit auch ein politisches Risiko dar.
Über lange Jahre sei es gelungen, »Menschen sozial und gedanklich zu fragmentieren und sie durch Konsumismus, Überflutung mit Nichtigkeit und durch billige Unterhaltung in einem permanenten gedanklichen Nebel der Verwirrung zu halten«, schreibt Mausfeld. Viele waren mit »einer Illusion von Demokratie« zufrieden, versüßt durch die »Privilegien eines vergleichsweise hohen Lebensstandards«. Was, wenn dieser Deal nicht mehr funktioniert?
Da wird Angst zum Herrschaftsinstrument, wobei die »da oben« ihre Angst vor Machtverlust auf die »da unten« projizieren. »Die Machteliten schafften sich mit all ihrer psychischen Kraft ein Scheinbild der Wirklichkeit, das ihre Wünsche, ihr Denken und Handeln wieder zu einem Sinnganzen macht«, so Mausfeld. Er stellt heraus: »Wir neigen dazu, uns für >normal< zu halten und den psychischen Prägungen durch die herrschenden
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