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Falschmeldungen für den Krieg - Drohnen über Lettland

18.05.2026

Meldungen über verirrte Drohnen im Ukrainekrieg gab es schon öfters. Man gewöhnt sich (leider) daran. Fast immer ist die erste Reaktion der Medien hierzulande- „Der Russe war´s, er will ja schließlich die NATO angreifen“. Dass wird von allen gelesen, gehört oder gesehen. Wenn das später durch etwas sachlichere Einschätzungen relativiert wird und sich oft herausstellt, dass es sich um verirrte Ukrainische Raketen oder Drohnen handelte, kommt das nur noch unter ferner liefen.
Vor kurzem ereignete sich etwas Änliches im osten Lettlands. Zum wiederholten male gab es dort Drohnenalarm.

Die Tagesschau berichtet wie folgt am 07.05.2026:
"Brüchige Waffenruhe- Erneut Drohnen in Lettland abgestürzt

Zwei Drohnen sind in der Nacht zu Donnerstag nach Armeeangaben in Lettland abgestürzt. Eine der Drohnen sei laut Einsatzkräften auf ein Öllager in der Stadt Rezekne gestürzt. Dabei seien vier leere Öltanks beschädigt worden…."

Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, ist unklar. Allerdings fielen die Vorfälle zeitlich mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland zusammen. Der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds äußerte im Fernsehen die Vermutung, dass es ukrainische Drohnen gewesen sind. Dies wäre nicht das erste Mal.
Soweit die bekannten Fakten.
Fotos, die in der Region geschossen wurden deuten recht eindeutig auf Ukrainische Drohnen hin. Ob die sich aber wirklich verirrt haben und ob der Russe an der Verirrung schuld war, wie in der Tagesschau weiter berichtet wurde, ist fraglich. 

Es wurde genauer über den Einschlag einer Drohne in einem regionalen Öllager mit wohl doch recht starken Schäden an dem Lager und angrenzenden Wohngebäuden berichtet. Über Personenschäden ist nichts bekannt. 
Die Bevölkerung der Stadt Rezekne und der Umgebung ist stark verunsichert. U. a. wurde an den Schulen der Unterricht abgesagt, die Zivilverteidigungskommission wurde einberufen und Strafermittlungen nach dem Artikel „Straftaten gegen den Staat wurden eigeleitet.
In der Folge trat der Verteidigungsminister Spruds zurück. Eine der Argumentationslinien war, dass man sich nicht so recht entscheiden konnte, wie mit diesen Flugobjekten umzugehen sei. Vielleicht war man auch nicht in der Lage, die Luftabwehr richtig zu bedienen? Das zumindest wurde ihm vorgeworfen.
Die Hauptfrage, die in den örtlichen sozialen Medien diskutiert wurde, ist, Wie konnten Drohnen sicher in eine nur 40-50 km von der Weißrussischen Grenze entfernt liegenden Stadt fliegen und ein Öllager treffen?

Nordstream lässt grüßen. 

  • Es kann auch angezweifelt werden, ob es sich dabei tatsächlich um Zufallstreffer verirrter Drohnen handelt. Das durch zwei Drohen getroffene Öllager diente dazu, russisches Öl zur Weiterverarbeitung zwischen zu lagern. 
  • Das anschließend auch die gesamte Regierung Silina ins Wanken geriet, nachdem versucht wurde, den frei gewordenen Posten durch Militäroberst Raivis Melnmis zu besetzen und auf den progressiven Koalitionspartner dabei außen vor zu lassen, passt in das Bild, dass es sich hier wohl nicht nur um ein paar verirrte Drohnen handelte. Egal, wie die Geschichte nun weiter geht, ist fest zu halten:
  • Die Ukrainische Führung hat es geschafft, die Regierung eines NATO Landes „Abzuschießen“;
  •  Das „zufällig“ getroffene Absturzziel hatte etwas mit der regionalen Ölversorgung, die zum Teil noch aus Russland beliefert wurde zu tun;

Der nun schon gehäufte Einschlag solcher Drohen erfolgt in einer Region in Ostlettland, in der eine relativ große Zahl russisch sprechender Einwohner Lettlands wohnt. Dort gibt es auch noch einen regionalen Grenzverkehr nach Weißrussland und sicher auch noch familiäre Bande über die Grenzen hinweg. 

Ukraine mit Informationshoheit

Bei allen Unwägbarkeiten bei der Beurteilung dieser Vorfälle kann man sicher annehmen, dass solche Vorgänge den Weltfrieden stark gefährden. Die Versuche der Ukrainischen Regierung, die NATO direkt in den Konflikt hinein zu ziehen, könnten irgendwann Erfolg haben. Und das wäre möglicherweise ein Weg in den dritten Weltkrieg. 

Update 19.5.

Die Story geht offensichtlich noch weiter.  In den letzten 2 Tagen war wieder Alarm in der Region. Mehrere Drohnen schlugen wieder ein. Die Betriebsleitung des Öllagers, mit dem russischen Öl, hat kurzerhand beschlossen, den Betrieb entgültig einzustellen, da das Risiko für die Belegschaft zu groß wird. Das klingt ganz nach "verirrten Drohnen" (oder eben geziehlt aus der Ukraine).

Eine Regierung, die dagegen protestieren könnte, gibt es gerade nicht - weil schon "abgeschossen". Und die nächste wir weiter rechts zu verorten sein!

Eine Information und Einschätzung aus Halle

 
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