Am Donnerstag, dem 12. Februar 2026, wurde bei FN Herstal von der Gewerkschaft FGTB ein 24-stündiger Streik ausgerufen, nachdem ein israelischer Militärattaché dem Betrieb einen umstrittenen Besuch abgestattet hatte. Die Beschäftigten protestierten gegen diese Anwesenheit, die sie als inakzeptabel empfanden.
Bei FN Herstal herrscht Aufruhr. Nachdem die Arbeiterdelegation der FGTB über die Anwesenheit eines hochrangigen israelischen Vertreters in ihren Räumlichkeiten informiert worden war, beschloss sie, Maßnahmen zu ergreifen. Nach einer Versammlung der Teams für die Schichten von „7:30 bis 15:00 Uhr” und von „13:00 bis 20:00 Uhr” stimmten die Beschäftigten dafür, die Tore ab Donnerstag, dem 12. Februar 2026, um 20 Uhr für 24 Stunden zu schließen.
Auslöser für die Wut war die Teilnahme eines israelischen Offiziers an einem von der belgischen Armee organisierten Besuch der Unternehmensanlagen am selben Tag.
Laut FGTB „wurde die Unternehmensleitung nicht vollständig über diese Initiative informiert oder hat deren Tragweite nicht vollständig erfasst. Für uns hat diese Information viele Fragen aufgeworfen und tiefe Empörung ausgelöst.”
„Wir sind regelmäßig Zielscheibe von Kritik durch Friedensaktivisten, die oft schlecht über die strengen ethischen Regeln informiert sind, die wir unserem Unternehmen seit Jahrzehnten auferlegt haben. Insbesondere haben wir bereits vor vielen Jahren ein Verbot des Waffenverkaufs an die israelische Armee durchgesetzt”, erklärt die FGTB.
„Am 12. Februar befand sich jedoch ein israelischer Offizier, der kürzlich zum Militärattaché Israels in Brüssel ernannt worden war, in unseren Räumlichkeiten. Für uns ist diese Anwesenheit inakzeptabel. Der sofort beschlossene Streik spiegelt die tiefe Kluft wider, die zwischen unserer Vorstellung von Ehre und Würde und derjenigen der politischen Verantwortlichen auf föderaler und regionaler Ebene besteht“, fügt die Gewerkschaft hinzu und präzisiert, dass gegen den Militärattaché „von einer Brüsseler Vereinigung beim Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag Anzeige erstattet wurde“.
Bei dem Offizier handelt es sich offenbar um Oberst Moshe Tetro. Gegen ihn hat die Hind Rajab Foundation nach Aussagen ihres Generaldirektors Dyab Abou Jahjah dem Internationalen Strafgerichtshof bereits vor längerer Zeit Beweismaterial für eine Anklage übermittelt. Daraus gehe hervor, dass Tetro eine Schlüsselrolle bei Angriffen auf Krankenhäuser und bei der Politik des Aushungerns der Bevölkerung von Gaza gespielt hat. Außerdem fordert die Stiftung von der belgischen Regierung die Auswiesung des Offiziers als unerwünschte Person.
Dies meldete das Onlineportal “Middle East Monitor” ergänzend am 14.2.2026 um 12:41 Uhr sowie der flämische Sender “VRT” bereits am 3.12.2024: