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Arbeitswelt/umfeld

RWE will Kirche nicht im Dorf lassen

08.01.2018

Der Energiekonzern RWE reißt in Nordrhein-Westfalen eine denkmalgeschützte Kirche ab – um an die dreckige Braunkohle zukommen, die "Gott sei Dank" keiner braucht. Über 300 Aktivisten protestierten vor Ort am Sonntag den 7.1.2018 - einen Tag vor dem Abriss durch die RWE-Bagger. Mit dabei waren die "Gewerkschafter*innen für Klimaschutz" (siehe Foto).

Manchmal hat Denkmalschutz mit Klimaschutz zu tun. In den Worten der Aktivisten, die gestern im nordrhein-westfälischen Immerath gegen den Abriss der St.-Lambertus-Kirche dort protestierten: „Wer Kultur zerstört, zerstört auch Menschen.“ Der Spruch war gut über dem Eingang der Kirche zu lesen, auf einem Banner, das die Klimaschützer am Vormittag anbrachten. Der im 19. Jahrhundert erbaute „Immerather Dom“, wie er im Volksmund heißt, ist ein Baudenkmal und steht entsprechend unter Schutz. Eigentlich. Er soll wie der gesamte Ort weg: Bis hierher wuchert der Tagebau Garzweiler, in dem der Kohlekonzern RWE noch bis zum Jahr 2045 klimaschädliche Braunkohle abbauen will.

Ob die Kohle aus Garzweiler überhaupt benötigt wird, ist eine Frage, die sich RWE nicht stellt. Dabei liegt die Antwort auf der Hand: Für die deutsche Energieversorgung ist die Kohle nicht notwendig. Eine Kurzanalyse im Auftrag von Greenpeace aus dem vergangenen Jahr belegt, dass ein Drittel der Kohlekraftwerke in Deutschland in den kommenden drei Jahren vom Netz gehen könnte, ohne Folgen für die Versorgungssicherheit.
Energiepolitik aus dem vergangenen Jahrhundert

Für dieses Szenario braucht es nicht viel Fantasie. Denn Fakt ist: Deutschland exportiert seit Jahren große Mengen Kohlestrom ins Ausland. Vor einer Woche mussten deutsche Stromerzeuger laut Medienberichten sogar draufzahlen, um das Überangebot an Kohlestrom im Ausland abgeben zu können.

 
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Internationale Erklärung (span.)

Hunderte von Intellektuellen erklären sich zu Venezuela: "Für eine demokratische Lösung durch und für die Bevölkerung Venezuelas - Deeskalation des Konfliktes in Venezuela - Keine imperiale Intervention"

Der Regime-Change in Venezuela wird seit 1999 geplant

Der dortige Versuch eines Regime Change ist lange geplant. Spätestens seit der bolivarianische Prozess in Venezuela klar in Frontstellung zur US-Politik ging, wurden in den USA Möglichkeiten des Regime-Change vorbereitet.

Frauenstreik am Frauentag

Aufruf zum Streik! Wenn wir die Arbeit niederlegen, steht die Welt still!

Fridays for Future

Junge Menschen streiken freitags in ganz Deutschland, um gegen die aktuelle Klimapolitik zu protestieren. "Wir sind Schülerinnen und Schüler, die für mehr Klimaschutz streiken. Wir sind damit Teil der weltweiten Bewegung Fridays for Future."

Buchempfehlung

Buchempfehlung: Der soziale Staat von Renate Dillmann und Arian Schiffer-Nasserie: Über nützliche Armut und ihre Verwaltung, Ökonomische Grundlagen, Politische Maßnahmen und Historische Etappen; erschienen im VSA-Verlag.

Termine für den Zeitraum Januar 2019 bis August 2019

Januar 2019
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
11.01.2019 18:30 Deutsche Jugendherberge Köln Riehl, An der Schanz 14, Köln Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn Wolfgang Hien
Peter Birke
12.01.2019 17:00 Karl-Liebknecht-Haus, Kleine Alexanderstr. 28, Berlin Katalonien nach dem Machtwechsel in Madrid Eulàlia Reguant
Raul Zelik
13.01.2019 10:00 Berlin Frankfurter Tor Luxemburg/Liebknecht-Demo
15.01.2019 18:00 Olaf-Palme-Platz Gedenken Liebknecht und Luxemburg zum 100. Jahrestag
19.01.2019 12:00 Berlin, Brandenburger Tor Demo: Wir haben Agrarindustrie satt!
Februar 2019
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
03.02.2019 11:00 - 15:00 Wuppertal, Rudolfstr.125, Seminarraum Tacheles Krieg und Frieden
Workshop
Willi van Ooyen
16.02.2019 11:45 Düsseldorf Kundgebung am 16.02.2019 vor dem Düsseldorfer Rathaus. Initiator "Aufstehen"
März 2019
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
08.03.2019 Zahlreiche Städte Frauenstreik am Frauentag
09.03.2019 14:00 Wuppertal, Gathe, Alte Feuerwache Demokratie mit Karl Marx, Workshop Andreas Fisahn

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