Willkommen bei BaSo-News

Start/News


RSS feed für diese Website
Powered by CMSimpleRealBlog

Flashmob bei XXXL Rück in Oberhausen

05.12.2016

Oberhausen, 3. Dezember 2016

Aktionskreis gegen Unternehmerwillkür (AKUWILL), Postfach 10 01 25, 46001 Oberhausen, info@akuwill.de

work-watch e. V., Thebäerstr. 26, 50825 Köln, info@work-watch.de




Flashmob bei XXXL Rück in Oberhausen

Mehr als ein Dutzend gewerkschaftliche AktivistInnen und solidarische Betriebsräte, unter anderem von Bauhaus, demonstrierten am Samstag im Möbelhaus XXXL Rück in Oberhausen. Mit Parolen wie „Betriebsratsfresser XXXL“ und „XXXL – NICHT mein Möbelhaus“ begannen sie ihren Protest in der Cafeteria und zogen anschließend durch verschiedene Abteilungen des Möbelhauses, verteilten Flugblätter und hielten Plakate in die Luft.

Damit haben sie die Kundschaft erneut auf die Machenschaften von XXXL aufmerksam gemacht:

XXXL packt einfach alle Beschäftigten einer übernommenen Filiale in verschiedene neu gegründete Gesellschaften. Servicegesellschaften heißen sie. Diese Gesellschaften erledigen alle anfallenden Arbeiten wie Verkauf, Betrieb des Restaurants, Lager oder Kundendienste. Die Servicegesellschaften haben kein eigenes Vermögen, aus dem z.B. die Löhne und Gehälter zahlen könnten. Sie haben nur Arbeitskräfte.

Das Geld bekommen die Servicegesellschaften monatlich von den sogenannten Betreibergesellschaften. Das ist die andere Sorte von Gesellschaften in den XXXL-Filialen. Sie besitzen Kapital und Vermögen und zahlen damit die Dienste der Servicegesellschaften. Verbunden sind Betreiber- und Servicegesellschaften durch sogenannte Dienstleistungsverträge. Die haben eine 14-tätige Kündigungsfrist.

Kündigt nun die Betreibergesellschaft einer Servicegesellschaft den Dienstleistungsvertrag, ist die Servicegesellschaft am Ende der zweiwöchigen Kündigungsfrist pleite, meldet Konkurs an und schmeißt ihre Beschäftigten auf die Straße.

Den Gekündigten bietet jetzt eine neue Servicegesellschaft von XXXL neue Arbeitsverträge an. Zu schlechteren Bedingungen. Wollen die Beschäftigten nicht arbeitslos werden, müssen sie dieses schlechtere Angebot annehmen. Bis auf die, die kein neues Beschäftigungsangebot erhalten haben. Die gucken komplett in die Röhre. Auffällig oft sind das gut bezahlte Beschäftigte mit langen Kündigungsfristen und aktive GewerkschafterInnen.

Bei der Übernahme von Rück-Oberhausen hat XXXL auf diese Weise den gesamten Betriebsrat vor die Tür gesetzt und über 60 MitarbeiterInnen gekündigt. Obwohl bisher alle Beschäftigten ihre Kündigungsschutzprozesse gewonnen haben, weigert sich XXXL, sie wieder einzustellen.

Der Geschäftsführung hat die Aktion natürlich nicht gefallen: Nach fünf Minuten fing einer der Führungskräfte an, den Protest mit seinem Smartphone abzufilmen und forderte die Beteiligten auf, das Haus zu verlassen. Er wies ihnen jedoch nicht den Weg zur Tür. So konnten die Protestierenden nur über Umwege Richtung Ausgang laufen, weil sie sich im Haus nicht auskannten. Dabei skandierten sie weiter Parolen. Mehrere KundInnen kamen auf sie zu, um ein Flugblatt zu ergattern und einige zeigten mit erhobenem Daumen ihre Sympathie für die Aktion. „Die trauen sich was!“, bemerkte einer der Kunden. Nachdem die Security anfing handgreiflich zu werden und die Protestierenden herumzuschubsen, verschließen sie schließlich über den Kassenbereich das Gebäude.

In Oberhausen, und mittlerweile auch bundesweit, ist der betriebliche Konflikt bei XXXL immer wieder Thema, zuletzt in der Sendung Frontal21 (https://www.zdf.de/politik/frontal-21/die-tricks-der-moebelkette-xxxlutz-102.html).

Der Flashmob in Oberhausen wird nicht die letzte Aktion gewesen sein“, so einer der Aktivisten.

 
Powered by CMSimpleRealBlog
 

Bei einer Anfrage, einer email, eines Kommentares oder einem Anschreiben an BaSo stimmen Sie folgendem Vorgehen  zu:
Im Rahmen der EU DSGVO stimmen Sie hiermit der Speicherung Ihrer Daten zu. Wir verpflichten uns Ihre Daten, (email, Anschrift, Telefon, etc.) sorgsam zu behandeln und nicht an Dritte weiter zu geben. Ausgenommen sind Daten von Personen, die zur Bearbeitung des Vorganges notwendig sind.

HTTPS wird zur Herstellung von Vertraulichkeit und Integrität in der Kommunikation zwischen Webserver und Webbrowser (Client) im World Wide Web verwendet. Diese homepage hat zur Zeit nicht HTTPS, deshalb ist bei einer Kontaktaufnahme mit BaSo die Vertraulichkeit z.Z. nicht gewährleistet.



 

weiter zu:

Alles, nur nicht Merz

Jens Berger

Angela Merkel wird den Parteivorsitz abgeben. Via BILD brachte sich bereits wenige Sekunden nach dieser Meldung Friedrich Merz als möglichen Nachfolger ins Spiel. Merz wäre der wohl größte anzunehmende politische Unfall, der Deutschland passieren könnte. Er sei das personifizierte trojanische Pferd der Wall Street und der transatlantischen Netzwerke. Der Deutschland-Repräsentant von BlackRock und Vorstandsvorsitzende der Atlantik Brücke. Von Jens Berger.

Buchempfehlung

Der soziale Staat von Renate Dillmann und Arian Schiffer-Nasserie: Über nützliche Armut und ihre Verwaltung, Ökonomische Grundlagen, Politische Maßnahmen und Historische Etappen; erschienen im VSA-Verlag.

 

Anhörung im Prozess gegen KiK

Überlebenden und Betroffenen des Fabrikbrands bei Ali Enterprises in Pakistan fordern Gerechtigkeit, auch in Deutschland, denn Ali Enterprises produzierte vorwiegend für das deutsche Textilunternehmen KiK. Am 28. November 2018 sprechen die Betroffenen: 10.00 Uhr: Pressekonferenz, Theater Dortmund, 12.30 Uhr: Symposium, Ruhr-Universität Bochum, 20.00 Uhr: Abendveranstaltung, Schauspiel Dortmund

Instrumentalisierung der Verunsicherung

Mit Sicherheit in den Abgrund: Kaum eine Frage bewegt heute die Öffentlichkeit mehr als die Frage der Sicherheit. Schon jetzt sind die Folgen unübersehbar. Ein Kommentar von Thomas Gebauer im Medico-Rundschreiben 03/18

Entlassene Deliveroo Fahrer_innen gründen Kooperative

Im Mai 2017 begannen sich die Fahrer von Deliveroo u.a. in Spanien zu organisieren. In Barcelona haben sie die RidersXDerechos Kampagne (FahrerfürRechte) ins Leben gerufen, um bessere Bedin-gungen, wie das Recht auf einen Mindestlohn, zu  fordern. Die Unternehmen entließen daraufhin viele Fahrer. Jetzt nehmen diese die Dinge selbst in die Hand und gründen eine eigene Kooperative Liefer-App "Mensakas"..." Video bei labournet.tv

 

Termine für den Zeitraum Oktober 2018 bis Mai 2019

November 2018
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
06.11.2018 19:00 Alte reformierte Kirche Elberfeld, Wuppertal 1918 Aufstand der Matrosen
Matrosen Knüffken...
Lesung
Rolf Becker
06.11.2018 19:30 Börse Wuppertal, Wolkenburg 100 „Black Rock – wie sich das Finanzkapital die Welt zu eigen macht.“ Jens Berger, Nachdenkseiten
10.11.2018 13:00 Bahnhofsvorplatz Wuppertal Hbf Demo: Für ein solidarisches Miteinander – Gemeinsam gegen rechte Hetze
24.11.2018 14 - 18 Börse Wuppertal, Wolkenburg 100 Katalonien von unten zwischen Unabhängigkeit und Basisorganisation Ana Lopez, CDR
Aina Talle, CUP
28.11.2018 13:30 - 17:30 Bochum, BlueSquare der Uni, Kortumstr. 90 Bochum Symposium über KIK Prozess (siehe 29.11.): 258 Tote Arbeiter in Pakistan ECCHR, Clean Cloth Campain, medico u.a.
28.11.2018 20:00 Studio Schauspielhaus Dortmund, Theaterkarree 1-3, (ehemals Kuhstr. 12) 20 min Video Brand in Textilfabrik Pakistan mit 258 Toten. Forensic Architects
29.11.2018 12:00 Dortmund, Kaiserstr. 34, Landgericht Klage gegen KiK wegen 258 Toten einer Textilfabrik
Dezember 2018
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
01.12.2018 12 Köln: Deutzer Werft Berlin: Kanzleramt Demo Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt
Januar 2019
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
11.01.2019 18:00 Deutsche Jugendherberge Köln Riehl, An der Schanz 14, Köln Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn Wolfgang Hien
Februar 2019
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
03.02.2019 11:00 - 15:00 Wuppertal, Rudolfstr.125, Seminarraum Tacheles Krieg und Frieden
Workshop
Willy van Oyen
März 2019
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
09.03.2019 14:00 Wuppertal, Gathe, Alte Feuerwache Demokratie mit Karl Marx, Workshop Andreas Fisahn

Powered by CMSimple| Template: ge-webdesign.de| html| css| Login