Willkommen bei BaSo-News

Start/News


RSS feed für diese Website
Powered by CMSimpleRealBlog

Samsung - soziales Mittelalter

27.02.2017

Hilf mit, die verborgenen Geschichten entlang der Lieferkette von Samsung auf dem Mobile World Congress, der gerade in Barcelona stattfindet, an die Öffentlichkeit zu bringen.

Als Samsungs Note 7 in Flugzeugen verboten wurde, nachdem sich dessen leicht entflammbare Batterien plötzlich selbst entzündet hatten, bekam die Öffentlichkeit eine Vorstellung von der Angst, mit der die Beschäftigten von Samsung tagtäglich leben.

Denn unter der glänzenden Oberfläche des globalen Elektronikriesen Samsung ist eine Unternehmenskultur verborgen, die rücksichtslos darauf abzielt, die Profite auf Kosten der Arbeitnehmer/innen zu maximieren: ein modernes Technologieunternehmen mit mittelalterlichen Arbeitspraktiken, das sich durch Gewerkschaftsfeindlichkeit, Hungerlöhne, unsichere und gefährliche Arbeitsbedingungen auszeichnet.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona, wo sich die Giganten der Technologiebranche versammeln, um ihre neuesten Smartphones, Tablets und Mobilfunktechnologien vorzustellen, präsentiert sich Samsung in dieser Woche von seiner modernen Seite. Aber wer ist zu diesem schillernden Spektakel nicht eingeladen? Die größtenteils unsichtbaren 1,5 Millionen schlecht bezahlten Arbeitskräfte entlang der globalen Lieferkette, die Samsungs Produkte unter prekären und teilweise tödlichen Bedingungen herstellen.

Bitte hilf uns, die Geschichten der verborgenen Arbeitskräfte von Samsung auf dem Mobile World Congress ans Licht zu bringen und der Technologieelite der Welt vor Augen zu führen. Teile diese Geschichten jetzt.

Es wäre ein Leichtes für Samsung, seine Beschäftigten mit Würde zu behandeln und ihnen einen existenzsichernden Lohn zu zahlen. Unsere Untersuchungen zeigen, dass Samsung mit jedem Beschäftigten entlang der Lieferkette 10.435 $ Gewinn pro Jahr macht. Das bedeutet, dass das Unternehmen bei einer Erhöhung um 50 $ pro Monat (gerade mal 600 $ pro Jahr), um den existenzsichernden Mindestlohn in Asien zu zahlen, trotzdem noch 9.835 $ Gewinn pro Arbeitskraft machen würde. Immer noch eine schöne Summe, auch für ein Unternehmen, dass sich so rücksichtslos dem Profit verschrieben hat.

Für Hesty, die in Indonesien in der Halbleiterproduktion arbeitet, würde ein Mindestlohn von Samsung, von dem sie leben kann, bedeuten, dass sie für die Grundbedürfnisse ihrer Familie wie Kleidung, Lebensmittel und Kinderbetreuung aufkommen könnte, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob ihr Lohn bis zum nächsten Zahltag reicht.

Samsung würde es wenig kosten, die Löhne entlang seiner Lieferkette anzuheben, aber seine Beschäftigten zahlen einen hohen Preis für die Arbeit, die sie verrichten: Mindestens 79 Beschäftigte sind an Krebserkrankungen gestorben, nachdem sie Chemikalien ausgesetzt waren, die im Produktionsprozess von Samsung verwendet werden. Und hat das Unternehmen die Verantwortung dafür übernommen? Sicher nicht – unter Berufung auf Handelsgeheimnisse hat es sich sogar geweigert, die tödliche Chemikalie zu nennen.

Es ist an der Zeit, dass Samsung und andere Technologiegiganten die wahren Kosten der modernen Technologie eingestehen und ihre mittelalterlichen Praktiken beenden. Da die Welt beim Mobile World Congress gerade auf Samsung blickt, ist dies ein guter Zeitpunkt, um diese Botschaft zu teilen.

Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Sharan Burrow,
IGB-Generalsekretärin

 
Powered by CMSimpleRealBlog
 

Bei einer Anfrage, einer email, eines Kommentares oder einem Anschreiben an BaSo stimmen Sie folgendem Vorgehen  zu:
Im Rahmen der EU DSGVO stimmen Sie hiermit der Speicherung Ihrer Daten zu. Wir verpflichten uns Ihre Daten, (email, Anschrift, Telefon, etc.) sorgsam zu behandeln und nicht an Dritte weiter zu geben. Ausgenommen sind Daten von Personen, die zur Bearbeitung des Vorganges notwendig sind.

HTTPS wird zur Herstellung von Vertraulichkeit und Integrität in der Kommunikation zwischen Webserver und Webbrowser (Client) im World Wide Web verwendet. Diese homepage hat zur Zeit nicht HTTPS, deshalb ist bei einer Kontaktaufnahme mit BaSo die Vertraulichkeit z.Z. nicht gewährleistet.



 

weiter zu:

Chevron lehnt Verantwortung ab

 

Verkehrte Welt: Ölverseuchung im Amazonas: Indigene und Kleinbauern in Ecuador kämpfen für Gerechtigkeit und werden nun selbst verklagt. Eine Reportage über die Hintergründe einer Auseinandersetzung um Umwelt, Wahrheit und Gerechtigkeit.

Buchempfehlung

Buchempfehlung: Der soziale Staat von Renate Dillmann und Arian Schiffer-Nasserie: Über nützliche Armut und ihre Verwaltung, Ökonomische Grundlagen, Politische Maßnahmen und Historische Etappen; erschienen im VSA-Verlag.

Instrumentalisierung der Verunsicherung

Mit Sicherheit in den Abgrund: Kaum eine Frage bewegt heute die Öffentlichkeit mehr als die Frage der Sicherheit. Schon jetzt sind die Folgen unübersehbar. Ein Kommentar von Thomas Gebauer im Medico-Rundschreiben 03/18


Termine für den Zeitraum Dezember 2018 bis Juli 2019

Dezember 2018
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
01.12.2018 12 Köln: Deutzer Werft Berlin: Kanzleramt Demo Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt
01.12.2018 14:00 Bürgerzentrum Alte Feuerwache Köln, Großes Forum, Melchiorstr. 3, 50670 Köln (Nähe Ebertplatz) Der soziale Staat – Über nützliche Armut und ihre Verwaltung Renate Dillmann, Journalistin und Autorin („China – ein Lehrstück“, 2009), und Arian Schiffer-Nasserie, Professor für Sozial- und Migrationspolitik
08.12.2018 13:00 - 17:00 Friedrich-Ebert-Straße 34-38, 40210 Düsseldorf Landesweite Demonstration – Polizeigesetz NRW stoppen!
Januar 2019
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
11.01.2019 18:30 Deutsche Jugendherberge Köln Riehl, An der Schanz 14, Köln Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn Wolfgang Hien
Peter Birke
12.01.2019 17:00 Karl-Liebknecht-Haus, Kleine Alexanderstr. 28, Berlin Katalonien nach dem Machtwechsel in Madrid Eulàlia Reguant
Raul Zelik
13.01.2019 10:00 Berlin Frankfurter Tor Luxemburg/Liebknecht-Demo
15.01.2019 18:00 Olaf-Palme-Platz Gedenken Liebknecht und Luxemburg zum 100. Jahrestag
19.01.2019 12:00 Berlin, Brandenburger Tor Demo: Wir haben Agrarindustrie satt!
Februar 2019
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
03.02.2019 11:00 - 15:00 Wuppertal, Rudolfstr.125, Seminarraum Tacheles Krieg und Frieden
Workshop
Willy van Oyen
März 2019
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
09.03.2019 14:00 Wuppertal, Gathe, Alte Feuerwache Demokratie mit Karl Marx, Workshop Andreas Fisahn

Powered by CMSimple| Template: ge-webdesign.de| html| css| Login