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Offener Brief des Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis an die SpitzenkandidatInnen zur Landtagswahl und zur Bundestagswahl 2017

23.02.2017

An die SpitzenkandidatInnen von CDU, SPD, FDP, Die Grünen, Die Linke

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Wuppertaler Bündnis gegen Nazis ist ein breites Bündnis antifaschistischer Personen, Gruppen und Organisationen. In den vergangenen Jahren haben wir uns gegen die NPD, die Republikaner, Pro NRW und Die Rechte und Gruppen von NeofaschistInnen und RassistInnen engagiert.

Wir möchten Sie als KandidatInnen ihrer Parteien bitten, im Wahlkampf für den Landtag in NRW und für den Bundestag auf alle gemeinsamen Veranstaltungen mit den KandidatInnen der Partei Alternative für Deutschland zu verzichten.

Gemeinsame Veranstaltungen legitimieren die fremdenfeindlichen Positionen der AfD und lassen diese menschenverachtenden Ansichten als „normal“ erscheinen. Die AfD vertritt rassistische Inhalte.

Die vielfache Erfahrung zeigt, dass es keine offenen Diskussionen mit FunktionärInnen der AfD geben kann.

Systematisch weisen AfD-PolitikerInnen die Verantwortung für skandalöse Äußerungen aus ihrer Partei zurück, oder sie gehen gar nicht erst auf die kritische Erwähnung rassistischer Zitate, Vorkommnisse und Personen aus der AfD ein.

Diese Erfahrung hat auch das Presbyterium der evangelischen Südstadt-Gemeinde in Wuppertal-Elberfeld gemacht.

Der stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums hat sich als Wuppertaler AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl aufstellen lassen. Nach dem Bekanntwerden wurde im Presbyterium die offene Diskussion mit dem AfD-Vertreter gesucht. Auch er hat jede Verantwortung für die politischen Inhalte, die in der breiten Öffentlichkeit mit der AfD verbunden werden, abgelehnt.

In einem bundesweit einzigartigen Schritt ist das Presbyterium der Südstadt-Gemeinde geschlossen zurückgetreten.

So konnte der Versuch des AfD-Politikers, sein gesellschaftliches Ansehen als Presbyter für den Wahlkampf der AfD auszunutzen, unterbunden werden.

Bitte seien Sie genauso mutig und konsequent wie die Mitglieder des Presbyteriums!

Folgen Sie dem Beispiel der Wuppertaler Christinnen und Christen und setzen Sie ein unmissverständliches Zeichen gegen den Rassismus, den die AfD repräsentiert.

Bitte helfen Sie, dem Hass und dem Rassismus kein Forum im Wahlkampf zu geben.

Lehnen Sie alle gemeinsamen Veranstaltungen mit der AfD ab!

 

Mit freundlichen Grüßen

Für das „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“

Wuppertal, den 20.02.2017

Sebastian Schröder VVN-BdA Wuppertal – Kreissprecher

http://wuppertal-gegen-rechts.de/2017/02/23/offener-brief-des-wuppertaler-buendnisses-gegen-nazis-an-die-spitzenkandidatinnen-zur-landtagswahl-und-zur-bundestagswahl-2017/

 
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Termine für den Zeitraum November 2017 bis Juni 2018

November 2017
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
27.11.2017 19:00 City-Kirche Elberfeld, Wuppertal "Reichsbürger - Die unterschätzte Gefahr" Andreas Speit
30.11.2017 19:00 - 22:00 Saalbau Bockenheim, Schwälmerstr. 28, 60486 Frankfurt am Main "Alle reden vom Kapitalismus - wir auch: Luther – Marx – Papst Franziskus" Dr. Ulrich Duchrow,Prof. Dr. Frank Deppe,Pfarrerin Jutta Jekel und Prof. Dr. Franz Segbers
Dezember 2017
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
02.12.2017 10:00 - 16:00 Seminarraum Loherbahnhof, Rudolfstraße 125 in 42285 Wuppertal Über den Tellerrand hinaus: Rechtsruck in Frankreich? Was
ist los in Brasilien und Venezuela – Linksregierungen am Ende?
vormittags: Dr. Bernard Schmid, Jurist und freier Journalist, Paris
nachmittags: Helmut Weiß, Labournet Germany, Dortmund
Helge Buttkereit, Historiker und freier Journalist, Norddeutschland

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