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Erfolgreicher Warnstreik bei Ryanair

25.12.2017

Die für den 21.Dez. geplanten, ersten Verhandlungsgespräche der Vereinigung Cockpit-Tarifkommission mit dem irischen Unternehmen wurden von Seiten des Arbeitgebers kurzfristig abgesagt, weil dieser zwei der fünf anwesenden Vereinigung Cockpit -Tarifkommissionsmitglieder am Verhandlungstisch ablehnte. Aus Sicht der Vereinigung Cockpit zeigt diese Ablehnung deutlich, dass die Grundsätze gewerkschaftlicher Autonomie von Ryanair missachtet werden und ein Einstieg in konstruktive Verhandlungen nicht gewünscht war.

Daraufhin Warnstreik

Am Freitag den 22.12. endete um 09:00 Uhr der erste Warnstreik der Ryanairpiloten in Deutschland. Aus Sicht der Vereinigung Cockpit ist der Streik erfolgreich verlaufen. Die Streikbeteiligung war sehr hoch, eine überwältigende Mehrheit der zum Streik aufgerufenen, festangestellten Piloten der Ryanair sind dem Streikaufruf gefolgt.
„Knapp die Hälfte der betroffenen Flüge sind deutlich verspätet gestartet."
„Ob es nach Weihnachten zu weiteren Streiks kommt, hängt nun ausschließlich vom Management der Ryanair ab vermeldet die Gewerkschaft Cockpit.
Der Warnstreik am Freitagmorgen war die erste solche Aktion in der über 30-jährigen Geschichte der Fluglinie Ryanair.

Was wollen die Beschäftigten?
Sie wollen, dass Ryanair, nach Jahren der Alleinherrsachft von Ryanair-Boss Michael O'Leary,  mit den Gewerkschaften über Gehälter und Arbeitsbedingungen verhandelt. Das fordert übrigens auch das Kabinenpersonal. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat Ryanair bereits Ende Oktober zu Tarifverhandlungen aufgefordert.
Um überhaupt für Ryanair fliegen zu dürfen, müssen viele Piloten eine Art Ich-AG gründen und Verträge mit Verleihunternehmen abschließen.

 
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