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Ende Gelände – es geht los! Mehrere Tausend in Bewegung

25.08.2017

Ende Gelände – es geht los! Mehrere Tausend in Bewegung ++ Gleise werden blockiert ++ Zwei Züge stehen still

Erkelenz, 25. August 2017

Gestern Abend und heute Morgen sind hunderte von Menschen in mehreren Wellen zu einer Aktion zivilen Ungehorsams aufgebrochen. Die ersten Gleise der Nord-Süd-Kohlebahn auf der Höhe von Vanikum werden erfolgreich blockiert. Zwei RWE-Züge stehen bereits still. Die Aktiven von Ende Gelände haben zum Ziel, an verschiedenen Punkten die Kohle-Infrastruktur des Garzweiler-Tagebaus zu blockieren. Dort füllen sie mit thematischen Schwerpunkten die Forderung nach Klimagerechtigkeit mit Inhalten. Außerdem ziehen Menschen in das weitere Camp „Campen gegen Kohle“ im Osten der Reviers um. Insgesamt sind rund 2000 Menschen in Bewegung. Im Rheinischen Braunkohlerevier betreibt RWE drei Tagebaue und vier Kraftwerke, die etwa 70 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr emittieren.

„Ohne sofortigen Braunkohleausstieg kann es keine Klimagerechtigkeit geben. Deshalb wollen wir uns der Zerstörung direkt in den Weg stellen: an Kraftwerken, Tagebauen, Schienen. Wir nehmen nicht länger hin, dass die Verantwortlichen von RWE und in der Politik nicht handeln“, sagt Insa Vries, Pressesprecherin des Bündnisses Ende Gelände.

„Schon heute leiden vor allem Menschen im Globalen Süden unter den Folgen des Klimawandels. Um diese Ungerechtigkeit nicht weiter zu verschärfen, müssen wir hier in Deutschland die Kohle-Verstromung stoppen. Ende Gelände-Aktive wissen um unsere historische Verantwortung für den Klimawandel: Es liegt an uns jetzt zu handeln“, sagt Pressesprecherin Janna Aljets.

Ende Gelände ist ein Aktionsbündnis für den sofortigen Braunkohleausstieg. Im letzten Mai blockierten rund 4000 Aktivist*innen einen Tagebau und ein Kraftwerk in der Lausitz. Dieses Jahr ist Ende Gelände Teil von vielfältigen Protesten, die sich während der Aktionstage gegen Braunkohle stellen, z.B. die Menschenkette „Rote Linien“ am 26.8. und Kleingruppenaktionen.

Tim Wagner/CC BY-SA-2.0

 

Infos zur Braunkohle:

Braunkohle hat von allen fossilen Energieträgern den niedrigsten Brennwert. Nur der heute kaum noch genutzte Torf brennt noch etwas schlechter. Entsprechend sind die spezifischen Emissionen, das heißt der Ausstoß an Kohlendioxid (CO2), Stickoxiden, Feinstaub, hochgiftiges Arsen und Quecksilber und anderen Schadstoffen in einem Kraftwerk pro erzeugter Kilowattstunde, besonders hoch.

Vom Treibhausgas CO2 fällt in einem deutschen Braunkohlekraftwerk im Durchschnitt 1,153 Kilogramm pro Kilowattstunde an. In einem modernen, mit Erdgas betriebenen Kraftwerk sind es hingegen nur 0,42 Kilogramm.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Braunkohlekraftwerke meist so groß und in der Nähe der Abbaugebiete, also von den Städten weiter weg sind, dass sich ihre Abwärme nicht oder nur zu einem geringen Teil nutzen lässt. Entsprechend geht oft über 60 Prozent der in der Kohle gespeicherten chemischen Energie ungenutzt verloren.

 
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Zum Erhalt der Siemens-Standorte:

Turboverdichterwerk Leipzig: www.openpetition.de/!siemensleipzig

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Termine für den Zeitraum November 2017 bis Juni 2018

November 2017
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
27.11.2017 19:00 City-Kirche Elberfeld, Wuppertal "Reichsbürger - Die unterschätzte Gefahr" Andreas Speit
30.11.2017 19:00 - 22:00 Saalbau Bockenheim, Schwälmerstr. 28, 60486 Frankfurt am Main "Alle reden vom Kapitalismus - wir auch: Luther – Marx – Papst Franziskus" Dr. Ulrich Duchrow,Prof. Dr. Frank Deppe,Pfarrerin Jutta Jekel und Prof. Dr. Franz Segbers
Dezember 2017
Datum Uhrzeit Ort Thema Referent
02.12.2017 10:00 - 16:00 Seminarraum Loherbahnhof, Rudolfstraße 125 in 42285 Wuppertal Über den Tellerrand hinaus: Rechtsruck in Frankreich? Was
ist los in Brasilien und Venezuela – Linksregierungen am Ende?
vormittags: Dr. Bernard Schmid, Jurist und freier Journalist, Paris
nachmittags: Helmut Weiß, Labournet Germany, Dortmund
Helge Buttkereit, Historiker und freier Journalist, Norddeutschland

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